Klassenunterschied bei der Heimpleite der Handballer gegen MT Melsungen III

BSA kassiert gleich 33 Tore

Kein Durchkommen: Fest im Griff haben MT Melsungens Abwehrspieler BSA-Angreifer Julian Scharff, der nur zwei Tore im Heimspiel für seine Mannschaft warf. Foto: per

Bad Sooden-Allendorf. Bereits die zweite Niederlage im erst dritten Saisonspiel kassierten die Bezirksliga-Handballer der TSG Bad Sooden-Allendorf. Und die fiel mit dem 17:33 (7:18) daheim gegen Aufsteiger MT Melsungen III auch noch ziemlich heftig aus.

Eigentlich war das Spiel schon nach 13 Minuten gelaufen. Da führten die Gäste bereits mit 9:2 und es machte den Anschein, als würden sie den Gastgeber förmlich aus der eigenen Halle schießen wollen. „Melsungen hat mit unheimlich viel Tempo gespielt und wir haben überhaupt keine Mittel dagegen gefunden“, meinte Alexander Klingmann, der sich das Spiel wegen einer Schulterverletzung von der Bank aus ansehen musste und der die undankbare Aufgabe hatte, den privat verhinderten Trainer Sebastian Neuenroth zu vertreten.

Ein Grund für die desolate Vorstellung der Kurstädter war sicherlich der Ausfall mehrerer Leistungsträger. Neben Klingmann fehlten auch Tim Vogeley (verhindert), David Fischer (verletzt) und Lukas Hasselbach (Dienst). Weil auch Kai Hottenroth und Michael Heinz aus privaten Gründen nicht dabei sein konnten, war die Personaldecke so dünn, dass es von der Reservebank aus kaum Alternativen gab.

Das führte auch dazu, dass Paul Scherp bei seinem ersten längeren Einsatz nahezu die komplette zweite Halbzeit auf der für ihn ungewohnten Position im halbrechten Rückraum spielen musste. Auch wenn er seine Aufgabe ordentlich verrichtete und mit dem Einleiten von Spielzügen sogar Verantwortung übernahm, fehlte von dort aus einfach der nötige Druck auf das gegnerische Tor.

Während es bei nur 17 eigenen Toren im Angriff also nicht rund bei BSA lief und sich die Gastgeber im Spiel nach vorn viel zu viele technische Fehler erlaubten, konnte einem Torwart Marcus Soter streckenweise regelrecht leid tun. Immer wieder kamen die Melsunger nicht nur bei Tempogegenstößen frei zum Wurf, sondern auch dann, wenn sie die TSG-Abwehr mit schnellen Kombinationen schwindelig spielten. An Soter jedenfalls lag es nicht, dass die Anzeigentafel bei der Schlusssirene 33 Melsunger Tore anzeigte. Im Gegenteil: Mit mehreren teilweise spektakulären Paraden hatte er dafür gesorgt, dass sich die Niederlage am Ende sogar noch einigermaßen in Grenzen hielt.

„Das war heute ein Klassenunterschied“, versuchte Alexander Klingmann gar nicht erst, das Spiel schön zu reden. Dafür gab es allerdings auch keinen Grund, zumal den Melsungern in dieser Form sicher zuzutrauen ist, dass sich noch ganz andere Gegner an ihnen die Zähne ausbeißen werden.

Tore Bad Sooden-Allendorf: Kruse (1), Scharff (2), Noll (4/2), Amlung (1), Roselieb (8), Heller (1). (per)

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