Tanzsport: Standardformation des TSC Schwarz-Gold Göttingen startet bei der Weltmeisterschaft in Ungarn

Ein anstrengender Traum wird wahr

Heiß auf die WM-Premiere: Die Tänzerinnen und Tänzer des TSC Schwarz-Gold Göttingen. Foto: Schröter

Göttingen. Volle Konzentration auf den großen Traum: So lautet aktuell das Motto der Tänzerinnen und Tänzer des TSC Schwarz-Gold Göttingen. Am Sonntag starten die Südniedersachsen bei der Weltmeisterschaft für Standardformationen im ungarischen Pécs. Der erste große internationale Start der Göttinger Formation, die erst vor drei Wochen das Ticket zur WM löste. „Seit ich Trainer bin, träume ich davon, eine Mannschaft zur WM zu führen. Dieser Traum wird jetzt wahr“, sagt Göttingens Cheftrainer Markus Zimmermann.

Für den deutschen WM-Überraschungsstarter wird es aber ein anstrengender Traum. Bei der Deutschen Meisterschaft in Bamberg wurden die Südniedersachsen hinter Braunschweig Zweiter. Qualifiziert war zuvor der Bundesliga-Meister Ludwigsburg, der aber aus personellen und organisatorischen Gründen auf einen WM-Start verzichtete. Die Göttinger mussten zwei Tage zittern, bis der Deutsche Tanzsportverband seine Zusage erteilte, dass der aktuelle Vizemeister tatsächlich nachrücken darf und in Ungarn dabei ist. Statt zu regenerieren wurde in den zurückliegenden drei Wochen trainiert und intensiv am Feinschliff der neuen Choreographie „Postmodern Jukebox“ gearbeitet.

Ab Freitag dürfte vor allem der Biorhythmus der Göttinger durcheinander geraten. Nach einem Probedurchgang im ASC-Clubhaus startet der Vizemeister per Bus in Richtung Ungarn. Nach zehn Stunden Fahrt ist eine Zwischenübernachtung in Gerasdorf geplant. Am Samstagmorgen wird dort noch einmal trainiert, bevor der letzte Teil mit sieben Stunden Busfahrt zum Austragungsort nach Pécs erfolgt. Zapfenstreich ist um 22.30 Uhr.

Ziel ist das Finale

Am Sonntag geht es dann bereits um 4.30 Uhr aus den Federn. Um 14 Uhr steigt die Vorrunde. Neben Göttingen und Braunschweig sind jeweils zwei Teams aus Ungarn, Tschechien und Russland sowie jeweils eine Mannschaft aus Weißrussland, den Niederlanden, Rumänien, Slowakei und Österreich dabei. Großer Favorit ist das russische Team „Vera“. „Wir sind überglücklich, einmal mit dem Bundesadler auf der Brust zu tanzen“, sagt Göttingens Teamsprecher Steffen Sieber, der mit seinen Kolleginnen und Kollegen unbedingt das Finale um 21.30 Uhr erreichen will. „Das wird nicht leicht, aber ist auch nicht unmöglich.“

Von Ralf Walle

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