Göttinger Tänzer des TSC Schwarz-Gold starten bei WM in Ungarn

Der größte Erfolg der Vereinsgeschichte! Bei den Deutschen Meisterschaften in Bamberg sicherte sich die Standardformation des TSC Schwarz-Gold Göttingen den zweiten Platz. Am 4. Dezember startet die Formation nun bei der WM in Ungarn. Foto: Schröter

Göttingen. Die Anstrengungen und Entbehrungen der vergangenen Tage, Wochen und Monate haben sich für die Tänzerinnen und Tänzer des TSC Schwarz-Gold Göttingen gelohnt.

Bei den Deutschen Meisterschaften für Standarformationen in Bamberg sicherten sich die Südniedersachsen völlig überraschend den zweiten Rang. „Die Hoffnung, etwas Außergewöhnliches schaffen zu können, war da. Wir wussten, dass wir mit der neuen Choreographie bessere Chancen haben würden. Vom Trainingsstand waren wir auch weiter als in den vergangenen Jahren. Aber planen kann man so einen Triumph wirklich nicht“, meinte Trainer Markus Zimmermann, der am Montagabend noch einmal Grund zur Freude hatte. Denn als Nachrücker startet die Göttinger Formation jetzt sogar bei der Weltmeisterschaft Anfang Dezember im ungarischen Pécs!

Bei der Vorrunde am Samstagnachmittag zeigten die Göttinger eine starke Leistung, etwas nervöser wirkte das Team mit der neuen Choreographie „Postmodern Jukebox“ dann am Abend in der Zwischenrunde. Doch im Finale waren alle wieder hellwach. Und um genau 23:24 Uhr gab’s bei der Bekanntgabe der Wertung kein Halten mehr. Das Ergebnis aus dem Vorjahr verbesserten die Göttinger um zwei Punkte. Noch viel wichtiger aber, dass sie mit 33,500 Punkte den Titelverteidiger, Weltmeister und Bundesligameister aus Ludwigsburg überholten und hinter den Braunschweigern auf’s Podest stürmten. Eine echte Wachablösung, wie Zimmermann betont. „In den vergangenen 15 Jahren waren immer nur Braunschweig oder Ludwigsburg auf den Plätzen eins und zwei.“

Gut für die Göttinger, dass im Gegensatz zur Bundesliga ein anderes Wertungssystem zum Einsatz kam. Während in der Liga jedes Team mit den Konkurrenten verglichen wird, wurden in Bamberg die einzelnen Bereiche absolut bewertet. „Der vergleichende Faktor fällt weg, dadurch wird eine neutrale Bewertung gewährleistet“, erklärt der TSC-Coach. Langfristig soll dieses Wertungssystem auch in der Bundesliga zum Einsatz kommen. In der Anfang Januar beginnenden neuen Saison kommt aber noch die vergleichende Wertung zum Tragen.

Als Nachrücker zur WM

Der Meister (Braunschweig) ist ebenso automatisch für die Weltmeisterschaft im ungarischen Pécs (4. Dezember) qualifiziert wie der Liga-Meister Ludwigsburg. Weil die Ludwigsburger wegen personeller Probleme aber auf einen Start verzichten, durften sich die Göttinger Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme machen. Mit Erfolg, denn am Montagabend erhielt Zimmermann die telefonische Startzusage vom Bundessportwart. „Das ist klasse. Es war immer mein Traum, eine Mannschaft zur WM zu führen“, jubelte der Chefcoach. Die geplante Regeneration fällt flach. Zimmermann: „Wir werden uns konzentriert auf die WM vorbereiten.“ (raw)

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