3. Tischtennis-Bundesliga: Kasselerinnen halten bei 4:6 im Heimdebüt gegen Rödinghausen mit

Auedamm atmet trotz Niederlage auf

Voll konzentriert: Sarah Grede (von links) und Tabea Heidelbach vom Drittligisten KSV Auedamm. Foto: Schachtschneider

kassel. Völlig unbegründet war die Sorge der Tischtennis-Damen der KSV Auedamm, beim ersten Saisonspiel in der 3. Bundesliga unterzugehen: Nach drei Stunden Tischtennis auf gutem Niveau musste sich der Aufsteiger nur ganz knapp mit 4:6 dem letztjährigen Vizemeister TTC Rödinghausen geschlagen geben.

Am Ende trennten beide Teams gerade einmal 26 Bälle. Mit ein wenig Glück wäre sogar mehr drin gewesen: In beiden Doppeln hatte Auedamm mit 2:1 nach Sätzen geführt und jeweils erst im Entscheidungssatz den Kürzeren gezogen. „Das war super schade“, ärgerte sich Katja Heidelbach, die Nummer drei . „Aber es ist gut zu wissen, dass wir nicht ganz falsch liegen und uns so gut verkaufen konnten.“

Die Turnhalle der Jacob-Grimm-Schule war gut gefüllt, Heidelbach fühlte sich an alte Bundesliga-Zeiten erinnert: „In erster Linie haben wir den Aufstieg natürlich wegen unserer jüngeren Spielerinnen wahrgenommen. Aber für mich ist es schön, noch mal dabei zu sein.“ Tochter Tabea Heidelbach gab zu, vor ihrem ersten Bundesliga-Spiel etwas aufgeregt gewesen zu sein: „Allein die Größe der Boxen und die Zahl der Zuschauer sind etwas Besonderes“, sagte die Nummer vier, die dann beim 3:1-Erfolg gegen Ying Ni Zhan klar die Oberhand hatte. Es war der zweite Punkt für Auedamm an diesem Nachmittag. Diana Tschunichin, die Nummer eins, hatte im ersten Paarkreuz bereits gegen Judith Hanselka gepunktet. Auch das zweite Spiel gegen Rödinghausens Spitzenspielerin Suzanne Dieker entschied sie für sich und sorgte so für den 3:4-Zwischenstand, mit dem wohl keiner der rund 60 Zuschauer aus der nordhessischen Tischtennis-Szene gerechnet hatte.

Für Jubel sorgte das vor allem beim Nachwuchs aus ihrer Trainingsgruppe: Viele Jungs waren im Shirt mit Tschunichins Bild und der Aufschrift „Mein Idol“ in die Halle gekommen. Lediglich Sarah Grede, die für die etatmäßige Nummer eins Christine Engel nach oben gerückt war, blieb mit zwei 0:3-Niederlagen ohne Punkt.

Katja Heidelbach setzte sich in der vorletzten Begegnung mit 3:2 gegen Zhan durch. „Die Mädels haben sich super verkauft“, lobte Engel, die mit dem sechs Wochen alten Töchterchen Clara zum Zuschauen gekommen war. Angst unterzugehen haben die Tischtennis-Damen der KSV Auedamm nun keineswegs mehr.

Von Carina Wagener

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.