Gastgeber TSV hat im vorderen Paarkreuz die besten Chancen

Besse im Derby der Tischtennis-Oberliga nur Außenseiter

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Hofft auf einen erfolgreichen Einstand: Besses Moritz Beinhauer.

Edermünde. Das Nordhessen-Derby der Tischtennis-Oberliga Hessen zwischen dem TSV Besse und der SVH Kassel (heute 18 Uhr Bilsteinhalle) steht unter eindeutigen Vorzeichen.

Die Harleshäuser, die nach knapp verpasstem Aufstieg in dieser Saison die Meisterschaft anpeilen, sind Favorit, die Edermünder als Aufsteiger, der bereits mitten im Abstiegskampf steckt, Außenseiter.Zuletzt standen sich beide Teams in der Oberliga-Saison 2014/15 gegenüber. Damals glückte dem TSV, nach 3:9-Heimniederlage, ein 8:8 in Kassel. Das derzeitige Kräfteverhältnis spricht jedoch für den Tabellenzweiten und spiegelt sich in allen drei Paarkreuzen wieder.

1. Paarkreuz

Das Top-Duell zwischen Petr Wasik (4:4-Bilanz) und Jan Urbanek (6:4), beide aus Prag, stuft Besses Nummer eins als völlig offen ein. Dessen Spielweise liegt ihm, doch in den beiden letzten Vergleichen hatte Urbanek jeweils mit 3:1-Sätzen (gegen einen angeschlagenen Wasik) die Nase vorn. Besses noch sieglose Nummer zwei, Mateusz Kaszuba, ist Außenseiter. Sowohl gegen Urbanek, als auch gegen den Inder Aman Balgu, der schon im Oktober in Kassel eintreffen sollte. Wahrscheinlicher ist, dass das aufstrebende Talent Tom Schmidt (3:5) weiterhin „vorn“ zum Einsatz kommt.

TSV-Chancen: 45:55

2. Paarkreuz

Wenn der TSV, wie langfristig geplant, Stas Blumhardt eine Pause gönnt, wird Peter Beck aufrücken. Der Routinier hofft, die Gegner mit seiner sehr speziellen Spielweise aus dem Konzept bringen zu können. Was aber gegen Noah Weber, dessen Einsatz allerdings fraglich ist, und Niklas Hilgenberg (6:2-Siege) eine Herkulesaufgabe sein dürfte. Sebastian Pfaff, wie Beck mit 4:3-Bilanz im Rücken, agiert derzeit in Bestform. Die wird der TSV-Kapitän erneut bringen müssen, denn er verlor meist gegen Hilgenberg, zuletzt aber erst im Entscheidungssatz.

TSV-Chancen: 30:70

3. Paarkreuz

Neben dem gegen Biebrich zweifach punktenden Dirk Mayer soll erstmals in dieser Saison der bestens motivierte Moritz Beinhauer zum Einsatz kommen. Beide mit schwieriger Mission. Denn hier besitzt die SVH starke Alternativen, um Ausfälle (David Gallina?) zu kompensieren. Dazu zählt Florian Bierwirth, der vorletzte Saison noch im Besser Trikot spielte. Er hat bisher ebenso wie Marco Hilgenberg noch kein Einzel verloren. Und ist zuversichtlich, dass das gegen seine ehemaligen Teamgefährten auch so bleibt.

TSV-Chancen: 25:75

Doppel

Die Kasseler variieren ihre Formationen oft. Zuletzt, als sie gegen Biebrich ebenso wie die Edermünder nur ein Doppel gewannen, waren J.Urbanek/Schmidt und Weber/N.Hilgenberg ihre Top-Duos. „Es ist aber bekannt, dass die SVH schon mal Doppelprobleme hat“, betont Beck. Und setzt auf einen Auftakt-Erfolg von Kaszuba/Pfaff, „die in der Lage sind, jedes Oberliga-Doppel zu schlagen.“ Auch Wasik/Mayer könnten positiv überraschen.

TSV-Chancen: 40:60

Von Reinhold Döring

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