Oberliga: Besse hält gegen Braunfels prima mit - und verliert trotzdem mit 2:9

„Ein merkwürdiges Spiel“

Seine starke Leistung gegen Michael Mengel und Xiaojun Gao blieb ungelohnt: Mateusz Kaszuba, die Nummer zwei des TSV. Foto: Kasiewicz

Edermünde. Missglückter Saisonstart für den TSV Besse in der Tischtennis-Oberliga: Die Edermünder kassierten gegen den TV Braunfels eine 2:9-Heimniederlage, die in dieser Höhe bei einem Satzverhältnis von 20:30 völlig unverdient war.

„Ein merkwürdiges Spiel“, fand nicht nur TSV-Teamchef Manfred Pfaff. Dass seine Mannschaft nach den Doppeln mit 1:2 zurück lag, schien unnötig. Aber die Art und Weise, in der die ersten drei Einzel an Braunfels gingen, war extrem bitter. Petr Wasik führte gegen Xiaojun Gao nach 8:11, 12:10, 11:6, 8:11 im Entscheidungssatz des hochklassigen Top-Duells mit 9:6 - und musste sich dem Chinesen mit 9:11 geschlagen geben. Nicht besser erging es Mateusz Kaszuba, der bärenstark agierte. Der Breslauer lag gegen Michael Mengel (nach 13:11, 9:11, 9:11, 11:7) im fünften Satz mit 8:3 vorn. Ließ sich dann aber vom ausgebufften TVB-Spitzenmann in eine Diskussion über einen seiner Aufschläge verwickeln, geriet dadurch völlig aus dem Konzept und verlor noch mit 9:11. Ein Doppelschlag im Top-Paarkreuz, der für den Aufsteiger schwer zu verdauen war.

Zumal sich die Reihe der unglücklichen Niederlagen fortsetzte, als Stas Blumhardt mit 2:3 (10:12, 11:9, 11:8, 7:11,10:12) gegen Kai-Uwe Dworschak den Kürzeren zog. „Mit etwas Glück hätten wir zu diesem Zeitpunkt sogar führen können“, haderte Dirk Mayer, der mit starken Rückenbeschwerden ins Spiel gegangen war und im Doppel mit Wasik gegen Gao/Lattermann unterlag - mit 2:3! Womit die Chance verpasste wurde, den Auftaktsieg von Kaszuba/Pfaff (3:1 gegen Mengel/Ferber) zum 2:0 zu veredeln.

Der nächste Rückschlag folgte prompt: Im dritten Doppel verletzte sich der ausrutschende Peter Beck. „Das war ein richtiger Schock, als ich plötzlich so lang wie ich war auf dem Hallenboden lag“, erklärte der Routinier, der trotz Schmerzen im Rücken und im Knie nach einer Behandlungspause weiterspielte. Aber so lädiert weder mit Blumhardt (1:3 gegen Dworschak/Pitsch) noch im Einzel mit 2:3 gegen Timo Ferber Normalform bringen konnte.

Die hatten Sebastian Pfaff (1:3 gegen Lattermann) und Mayer ( 1:3 gegen Pitsch), doch ihre Kontrahenten waren einen Tick stärker. Was ebenso für Kaszuba beim 1:3 gegen Gao galt. Dass ein TSV-Akteur auch einen Entscheidungssatz gewinnen kann, stellte zum Schluss Wasik mit einem 3:2 (5:11, 12:10, 11:7, 13:15, 11:7)-Sieg gegen Mengel unter Beweis. Was die Miene von Teamchef Pfaff wieder etwas aufhellte: „Das Endergebnis ist natürlich eine Enttäuschung, die Leistungen unserer Spieler aber nicht.“

Von Reinhold Döring

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