Tischtennis-Oberliga: Florian Bierwirth kehrt mit SVH zum Derby nach Besse zurück

Große Herausforderungen

Im hinteren Paarkreuz des SVH Kassel eine „Bank“: der Ex-Besser Florian Bierwirth. Foto: Schachtschneider

Edermünde. Nach einjähriger Pause gibt es wieder ein Nordhessen-Derby in der Tischtennis-Oberliga. Dazu erwartet der TSV Besse am Samstag (18 Uhr Bilsteinhalle) den Tabellenzweiten SVH Kassel. Tags darauf (So. 13 Uhr) muss der Aufsteiger beim Dritten TuS Kriftel antreten.

Ein höchst anspruchsvollesProgramm. „Dass wir als Vorletzter in beiden Spielen krasser Außenseiter sind, steht außer Frage“, weiß TSV-Teamchef Manfred Pfaff. Mit dem 8:8 gegen Biebrich, das dann in Kassel 5:9 verlor, hat sein Sextett immerhin neue Motivation getankt, aber auch Schwachstellen offenbart.

Etwa die Negativspirale von Mateusz Kaszuba, der stark verunsichert im vorderen Paarkreuz agiert, bereitet Pfaff Sorgen. Aber auch die missglückten Doppel-Experimente. „Wahrscheinlich werden wir die Umstellung wieder korrigieren müssen“, erklärt Spitzenmann Peter Wasik. Gefeilt wird noch an der Einzelaufstellung, wo das Saisondebüt von „Joker“ Moritz Beinhauer im Gespräch ist.

Die SVH Kassel scheint mit ihrem Saisonziel „Meistertitel und den Aufstieg in die Regionalliga“ trotz eines unerwarteten 1:9-Ausrutschers in Kriftel, auf gutem Weg. Ihre Bestbesetzung konnten die Harleshäuser jedoch noch nie aufbieten. Wohl auch nicht in Besse. Auf die neu verpflichteten indischen Ranglistenspieler Utkarsh Gupta und Aman Balgu wird noch gewartet. Beide waren jeweils für eine Halbserie eingeplant, dem Visa-Probleme entgegen stehen sollen. Ohne den für die Hinrunde vorgesehenen Balgu müsste erneut Tom Schmidt (Achter beim Top 48-Turnier der Jugend) zum Tschechen Jan Urbanek aufrücken. Ein Fragezeichen steht hinter dem Ex-Besser David Gallina wegen eines beruflich bedingten Afrika-Aufenthalts.

Beim Überraschungsdritten

Bleibt als Rückkehrer Florian Bierwirth, der an alter Wirkungsstätte angreifen wird. Mit Vertrauen in die eigene Stärke: „In der Oberliga darf man keinen Gegner unterschätzen, aber ich sehe uns in Besse schon als Favorit.“ Der 18-jährige Gymnasiast spielte ein Jahr für die Edermünder, ehe es ihn zum SVH zog. Dort ist der Angriffsspieler als Nummer eins in der „Reserve“ gemeldet (Hessenliga), hat aber schon vier Einzel im Oberliga-Team gewonnen und ist noch ungeschlagen.

Nach kurzer Regenerationszeit wird das TSV-Sextett beim Überraschungsteam TuS Kriftel erwartet. Die Gastgeber wollten eigentlich nichts mit dem Abstieg zu tun haben, sind inzwischen aber mit 7:1-Punkten Tabellendritter. Verstärkt wurde das Team durch Tobias Schneider vom TTC Langen, der mit seinem Bruder Christian in der Mitte antritt. Auf den Spitzenpositionen glänzen Björn Fröhlich-Wagenbach und Mathias Stockhofe, ebenso im gemeinsamen Top-Doppel. Auch das dritte Paarkreuz ist mit Martin Schlicht (5:1-Siege) und Ingo Voss (3:2) gut besetzt.

Von Reinhold Döring

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