Hessenliga: Besse gewinnt Derby auch ohne Petr Wasik mit 9:2 - Eintracht-Doppel überraschend stark

Nach Startproblemen souverän

Gewann ein Doppel mit Philip Imberger und verlor sein Einzel gegen Peter Beck: Felsbergs Nummer drei, Andy Zimmermann. Foto: Kasiewicz

Edermünde. Der Spitzenreiter der Tischtennis-Hessenliga gibt sich keine Blöße: Im Kreisderby ließ der TSV Besse den TSV Eintracht Felsberg wie schon im Hinspiel mit 9:2 keine Chance.

Danach sah es indes zunächst nicht aus. Denn die Hausherrn mussten überraschend auf ihren beruflich verhinderten Spitzenspieler Petr Wasik verzichten und starteten ebenso unerwartet mit einer desolaten Doppelleistung. Kaszuba/Pfaff unterlagen trotz 2:0-Satzführung noch mit 2:3 gegen Imberger/Zimmermann und Beck/Mottl fanden beim 1:3 gegen Jung/Hoyer kein Rezept. „Dass wir zwei Doppel verlieren, hat es in der gesamten Saison noch nicht gegeben“, zeigte sich Routinier Beck erstaunt. Lediglich Mayer/Blumhardt konnten mit 3:1 gegen Leis/Schultze punkten, ohne dabei zu überzeugen.

„Es war einfach keine Spannung drin,“ beklagte Besses Teamchef Manfred Pfaff den laschen Auftakt. Und als im ersten Einzel Mateusz Kaszuba die ersten Sätze gegen einen stark aufspielenden Thilo Leis mit 6:11 und 7:11 verlor, kam er sogar ins Grübeln: „Wenn es vorn dumm läuft, können wir sogar 1:4 hinten liegen.“

Das das verhinderte Kaszuba, änderte die Taktik und setzte sich noch glücklich mit 3:2 (11:5,11:9,11:9) gegen den variantenreich aufschlagenden Eintracht-Kapitän durch. „Er hat mich ab dem dritten Satz selbst angreifen lassen, das war schlecht für mich“, erklärte Leis die Wende, war aber mit seiner Leistung sehr zufrieden. Ganz im Gegensatz zu Kaszuba: „Gut gekämpft, aber schlecht gespielt, ich hatte heute kein gutes Ballgefühl.“

Was sich bei seinem zweiten Auftritt ändern sollte, denn da überzeugte der polnische Angriffsspieler mit einem 3:0 (11:9, 11:7, 11:5)-Revanchesieg gegen Philip Imberger auf der ganzen Linie. Weniger spektakulär, aber ebenso erfolgreich agierte Stas Blumhardt als Wasik-Ersatz im vorderen Paarkreuz, wo er sowohl Imberger mit 3:0 (11:8, 12:10, 12:10) als auch Leis mit 3:1 (7:11, 11:7, 11:7, 11:6) in die Knie zwang.

Im mittleren Paarkreuz hatte Sebastian Pfaff nach zwei schnell gewonnenen Sätzen (11:5,11:4) gegen Thomas Jung zum Schluss größte Mühe, den dritten Durchgang mit 20:18 zu beenden. Und am Nachbartisch erkämpfte sich Peter Beck, trotz eines 0:10-Negativlaufs im zweiten Satz, einen 3:1 (11:7, 2:11, 11:5, 11:9)-Erfolg gegen Andy Zimmermann.

Der kurzfristig eingesprungene tschechische Edelreservist Petr Mottl, der in dieser Woche zum zweiten Mal Vater und dennoch die 600 km Anreise antrat, benötigte ein Doppel und zwei Sätze, um gegen gegen den überzeugend beginnenden Alexander Hoyer doch noch mit 3:2 (10:12, 8:11, 11:3, 11:2, 11:7) seine Form zu finden. Leichtes Spiel hatte Dirk Mayer beim klaren Dreisatz-Sieg über Eintracht -Ersatzmann Marco Schultze.

„Wenn uns auch kein Einzelsieg geglückt ist, so sind wir doch mit den beiden Gegenpunkten hochzufrieden“, zog Thilo Leis eine positives Felsberger Derby-Fazit. Die 2:1-Führung war ihn kein Grund, auf eine Überraschung zu hoffen.

Von Reinhold Döring

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