Tischtennis-Oberliga

TSV Besse unterliegt ersatzgeschwächten Kasselern

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Bei ihm ist der Knoten geplatzt: Mateusz Kaszuba gewann beim 3:1 gegen Tom Schmidt sein erstes Einzel im oberen Paarkreuz des Oberliga-Aufsteigers. 

Edermünde. Aus Spaß wäre im Spitzeneinzel des Nordhessen-Derbys zwischen dem TSV Besse und SVH Kassel beinahe Ernst geworden.

Als Petr Wasik im im dritten Anlauf nach Abwehr eines Matchballes gegen Jan Urbanek mit 11:9 der erste Satzgewinn gelang, unkte ein Fan des Aufsteigers in die Tischtennis-Oberliga: „Das ist die Wende.“

Die Lacher hatte er auf seiner Seite und selbst Manfred Pfaff, der Besser Teamchef, winkte innerlich ab. Der Grund: Zu diesem Zeitpunkt führte der Favorit mit 6:3 und hatte selbst den Ausfall von zwei Stammspielern - neben David Gallina kurzfristig auch noch der verletzte Noah Weber - problemlos weg gesteckt.

Doch es wurde wirklich nochmal spannend, auch wenn die Gastgeber letztlich die erwartete Derbyniederlage (5:9) nicht verhindern konnten. Denn die Nummer eins des TSV gewann nach dem dritten noch den vierten (11:8) und den entscheidenden fünften Durchgang.

Und den sogar auf recht dramatische Art und Weise: Beim 8:9 verletzte er sich an der Hand und musste minutenlang behandelt werden. Dann kam der Angriffsspieler zurück, kassierte prompt den Punkt zum 8:10, wehrte die beiden folgenden Matchbälle gegen seinen Landsmann ab, danach noch einen weiteren (beim 12:13) und verwandelte seinen dritten zum umjubelten 15:13. „Erst war ich geschockt und dann habe ich viel Glück gehabt“, beschrieb Petr Wasik sein furioses Finish.

Am Nebentisch ließ sich Mateusz Kaszuba nicht lumpen, feierte beim 3:1 gegen Tom Schmidt seinen ersten Einzelsieg der laufenden Saison („Ich wollte unbedingt gewinnen“). Und sorgte so für einen 5:6-Zwischenstand, der den Außenseiter in der Tat wieder hoffen ließ.

4:0-Führung möglich

Allerdings nicht lange. Erst war Stas Blumhardt gegen Niklas Hilgenberg (0:3) chancenlos, dann scheiterten Sebastian Pfaff (2:3 gegen Florian Bierwirth) und Peter Beck (2:3 gegen Marco Hilgenberg) jeweils im Entscheidungssatz. Daher kam Mayers 3:0-Erfolg gegen den SVH-Reservisten Jonas Harz, der zuvor schon gegen Peter Beck verloren hatte (0:3), nicht mehr in die Wertung.

Eine 5:9-Niederlage, die den leicht bitteren Nachgeschmack einer verpassten Chance hinterließ. „Da war mehr drin“, wusste TSV-Kapitän Sebastian Pfaff. Denn: „Wir hätten 4:0 führen können.“

Für diese Aussicht hatten die Doppel Blumhardt/Meyer (3:0 gegen Schmidt/Harz) und Wasik/Beck (3:1 gegen Urbanek/N. Hilgenberg), ehe ausgerechnet das stärkste TSV-Duo, Kaszuba/Pfaff, gegen Bierwirth/M. Hilgenberg nicht zur gewohnten Form fand (2:3). Und Petr Wasik gegen Kassels Nummer zwei, Tom Schmidt, nach gewonnenem ersten Satz (11:7) und 8:3-Führung im zweiten noch mit 1:3 unterlag.

Auch wenn er das im zweiten Einzel wieder gut machte, war fortan der Glaube an eine Derby-Überraschung arg getrübt. Auch wenn er danach für kurze Momente nochmal aufflackerte.

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