Oberliga: Besse zweimal chancenlos

Weit entfernt vom ersten Sieg

Stark im Doppel: Besses Peter Beck. Foto: Kasiewicz

Edermünde. Wieder nichts! Tischtennis-Hessenligist bleibt nach zwei 3:9-Heimniederlagen gegen den VfR Fehlheim und den Gießener SV als Vorletzter im Tabellenkeller.

Die leise Hoffnung, dass eines der Gästeteams dezimiert anreisen würde, erfüllte sich nicht. Das Gegenteil war der Fall: Fehlheim setzte erstmals Nitin Thieruvengadam ein, der ebenso schwer zu bezwingen wie auszusprechen war. Diese Erfahrung machte Petr Wasik. Er gewann den Auftaktsatz mit 13:11, konnte dann aber dem Inder mit 8:11, 8:11, 4:11 nur noch Anerkennung zollen. Besser lief es für ihn gegen Andrej Bondarev, den er in vier engen Sätzen (11:9, 11:13, 11:9, 15:13) schlug.

Auch Mateusz Kaszuba (0:3 gegen Thieruvengadam) hatte gute Chancen, den Russen zu bezwingen. Jedoch wurde ihm im Entscheidungssatz ein Aufschlagpunkt zum 7:5 aberkannt. Begründung: schräger Ballwurf. Hitzige Diskussionen, Buhrufe aus dem Zuschauerraum und schließlich Satz- und Spielverlust mit 8:11.

Starke Doppel

Und damit die 3:2-Führung für die Gäste, die zu Beginn durch zwei Besser Doppelsiege überrascht wurden: Beck/Wasik schlugen Kurkowski/Stefanov mit 3:1 und Pfaff/Mayer düpierten Immel/Schweikert gar mit 3:0. „Die Umstellungen sind aufgegangen, wir sollten künftig nur noch Doppel spielen,“ schmunzelte Teamchef Manfred Pfaff angesichts der dann folgenden Einzel-Durststrecke. Weder Sebastian Pfaff (0:3 gegen Immel, 0:3 gegen Kurkowski), Peter Beck (1:3 gegen Kurkowski), Dirk Mayer (1:3 gegen Stefanov) noch Moritz Beinhauer (1:3 gegen Schweikert) konnten den Siegeszug des Tabellenvierten stoppen.

Gegen den Gießener SV hielt der Neuling bis zum 2:2 mit. Bei beiden TSV-Erfolgen hatte Wasik die Hände im Spiel: im Doppel mit Beck beim 3:2 (11:7 im fünften Satz) gegen Janicki/Merkel und dann beim 3:1-Einzelsieg gegen Adam Janicki.

Gegen die GSV-Nummer zwei hatten die Besser auf den zweiten Saisonsieg von Mateusz Kaszuba spekuliert. Vergeblich: Kaszuba unterlag seinem jungen Kontrahenten, der ebenfalls erst ein Saison-Einzel gewonnen hatte, mit 0:3 (8:11, 7:11, 4:11)-Sätzen sang und klanglos. „ Die Negativserie hat das Selbstvertrauen von Mateusz stark angekratzt, er spielt derzeit völlig mutlos“, litt Sebastian Pfaff mit seinem Doppelpartner (1:3 gegen Przybylik/ Elzaher).

Dass Kaszuba zuvor gegen Landsmann Milosz Przybylik glatt in drei Sätzen verloren hatte, war einkalkuliert. Gießens neuer Spitzenspieler gilt als einer der stärksten Akteure der Liga, hatte aber gegen Wasik größte Mühe, um mit 3:2(11:8) seine Bilanz auf 12:2-Siege zu schrauben.

Beck schlägt Merkel

Offen halten konnten die Gastgeber das untere Paarkreuz, indem Peter Beck mit seinem 3:0-Sieg gegen Michael Merkel das 0:3 von Dirk Mayer gegen Dieter Buchenau egalisierte. Nichts zu holen gab es in der Mitte, wo die Uni-Städter stark besetzt waren. Weder für Stas Blumhardt (0:3 gegen Preuss, 1:3 gegen Elzaher, 0:3 im Doppel mit Mayer), noch für Pfaff. Der aber bei seiner 2:3-Niederlage gegen den Ägypter Mohammed Gabor Elzaher auf Augenhöhe agierte und gegen Samuel Preuss auf Erfolgskurs abbrechen musste, da die Gäste den neunten Zähler erreicht hatten.

Von Reinhold Döring

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