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Viertägiger Klassiker in Spangenberg: Trotzt Stevens der Statistik?

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Von: Sebastian Schmidt

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Der Titelverteidiger: Mario Stevens aus der niedersächsischen Gemeinde Molbergen gewann 2013 auf Little Pezi den Großen Preis von Spangenberg und wurde dafür mit viel Applaus gefeiert. Archivfoto: Kasiewicz
Der Titelverteidiger: Mario Stevens aus der niedersächsischen Gemeinde Molbergen gewann 2013 auf Little Pezi den Großen Preis von Spangenberg und wurde dafür mit viel Applaus gefeiert. © HNA/Kasiewicz

Spangenberg. Wer beerbt Mario Stevens? Das ist aus sportlicher Sicht die wichtigste Frage im Vorfeld des 24. Internationalen Reitturniers in Spangenberg. Der 31-Jährige vom RFV Lastrup, der 2013 auf Little Pezi gewann, hat aus statistischer Sicht allerdings schlechte Karten beim Finale des Großen Preises.

Denn noch nie ist es in der Geschichte der 1987 erstmals ausgetragenen Veranstaltung einem Sportler gelungen, seinen Titel bei dem viertägigen Spektakel, das erneut als Drei-Sterne-CSI ausgezeichnet ist, verteidigen zu können. Gerd Wiltfang (1989 und 1992), Carsten-Otto Nagel (1997 und 1999), Hugo Simon (1996 und 2002) sowie Luciana Diniz (2004 und 2008) schafften es zwar, zweimal in der Liebenbachstadt zu siegen - aber eben nicht zweimal in Folge.

Unter 120 Reitern aus 20 Nationen, die sich mit 370 Pferden angekündigt haben, sind zumindest einige, denen Turnierchef Thomas Pfanzelt den großen Wurf beim Höhepunkt zutraut. Neben Stevens schätzt Pfanzelt den Niederländer Albert Zoer, die Publikumslieblinge Janne Friederike Meyer (Schenefeld) und Lars Nieberg sowie die lebende österreichische Legende Hugo Simon besonders stark ein.

„Wenn der Hugo ins Stechen kommt, wird’s lustig“, erklärt der Vorsitzende des gastgebenden RuFV Spangenberg. 80.000 der insgesamt 187.000 Euro sind allein als Gesamtgeldpreis für das Finale mit Stechen am Sonntag ab 15 Uhr ausgelobt. Für internationales Flair sorgt ein ehemaliger Förderer von Mario Stevens. Denn ehe der 31-jährige Reiter vom damaligen Bundestrainer Kurt Gravemeier und Ludger Beerbaum ausgebildet wurde, stand er sechs Jahre unter den Fittichen von Trainer Gilbert Böckmann.

Seinen 54-jährigen Ex-Trainer sieht Stevens nun beim Traditionsturnier in Nordhessen wieder, weil Böckmann mit der Nationalmannschaft Australiens am Start ist. Als zweite Auswahl schickt der ehemalige Nationenpreisträger Markus Fuchs Katar ins Rennen. Der Belgier Francois Mathy, der Italiener Piergiorgio Bucci und der wieder erstarkte Brite Tim Gredley als ehemaliger Junioren-Europameister sind ebenso heiß auf Weltranglistenpunkte.

Für die deutsche Garde dabei sind Andreas Kreuzer, Marco Kutscher, Philipp Weishaupt, Max Kühner, Holger Wulschner (alle B-Kader), Nisse Lüneburg (zweifacher Sieger des Hamburger Derbys), die sechsfache und amtierende deutsche Meisterin Eva Bitter sowie Tim Rieskamp-Goedking, der 2013 hinter Stevens Zweiter am Fuße des Spangenberger Schlosses war. Aufgewertet im Vergleich zum Vorjahr wurde die Mittlere Tour.

Beim Finale am Sonntag ab 12 Uhr geht es um insgesamt 30.000 Euro Preisgeld und ebenso wie bei der 2. Qualifikation am Samstag (16 Uhr) um Weltranglistenpunkte. „Es gibt dieses Mal kein Nacht-springen, dafür haben wir diese beiden Springen höher gesetzt“, erklärt Thomas Pfanzelt.

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