Volleyball-Oberliga: Sieg und Niederlage für Northeim / Zwei vergebene Matchbälle gegen Vallstedt

DJK schnuppert an der Sensation

Setzte sich häufig gegen den Uetzer Block durch: DJK-Außenangreifer Andreas Esch (re.), abgesichert von Viktor Tumanov (Nr. 5). Foto: fa

Northeim. Um 21.06 Uhr war der kraftraubende Spieltag nach über fünf Stunden Spielzeit für die Oberliga-Volleyballer der DJK Kolping Northeim endlich beendet. Vorher gab es zwei unterhaltsame Fünf-Satz-Dramen zu sehen. Gegen den VfL Uetze triumphierten die Gastgeber, die sich anschließend gegen den Tabellenführer Vallstedt geschlagen geben mussten.

DJK Northeim - VfL Uetze 3:2 (21:25; 14:25; 25:18; 25:21;16:14). Den Northeimern merkte man die fehlende Wettkampfhärte an. Zudem mussten sie nach dem Ausfall von Nenad Maric mit nur acht Spielern auskommen. Kein Wunder deshalb, dass ihnen in den ersten beiden Sätzen nur wenig gelang. Ab dem dritten Durchgang spielten sie dann aber endlich nach Plan. Spielertrainer Polkähn, der erstmals als Libero agierte, sorgte mit Umstellungen für mehr Druck. Youngster Florian Hädicke ließ mit tollen Aufschlagserien die Gäste nicht mehr ins Spiel kommen. Das bis dahin konstante Uetzer Spiel wurde immer fehlerhafter. Zudem nutzte die DJK-Sechs nun eiskalt seine Chancen. Vor allem die Außenangreifer Andreas Esch und Andrej Sprenger drehten auf, leisteten mit spektakulären Aktionen ihren Anteil zum 2:2-Satzausgleich. Im Tie-Break gab’s dann zwar einen Fehlstart, doch kampfstark drehten die Northeimer den 2:8-Rückstand noch zum Sieg. Nervenstark wehrte Esch beim 13:14 einen Matchball ab, um anschließend mit zwei druckvollen Aufschlägen den umjubelten 16:14-Sieg perfekt zu machen. „Wir haben nach dem 0:2-Rückstand immer an uns geglaubt und überragend gekämpft. Der Tie-Break war sehr emotional, mit einem sensationellen Ende“, kommentierte Polkähn den knappen Sieg.

DJK Northeim - GW Vallstedt - 2:3 (14:25; 25:23; 25:22; 23:25; 14:16). Der ambitionierte Aufsteiger legte los wie die Feuerwehr und wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Doch die DJKler kämpften sich anschließend in die Partie und setzten Akzente. Marco Köcher, der die Liberoposition übernahm, agierte sicher. Zuspieler Viktor Tumanov startete immer wieder Schnellangriffe, zudem machte Außenangreifer Vitali Spieß wichtige Punkte. Der Lohn waren die knappen Siege in den Durchgängen zwei und drei. Der vierte Durchgang begann fehlerhaft. Auch deshalb, weil den Gastgebern langsam die Kräfte ausgingen. Nach einem 14:21-Rückstand zeigten die Northeimer aber wieder Moral und schafften den sensationellen 22:22-Ausgleich. Doch vergeblich. Die Vallstedter sicherten sich den Satzausgleich und ließen sich zunächst auch im Entscheidungssatz nicht mehr vom Erfolgsweg abbringen. Doch die Northeimer bäumten sich noch einmal, drehten den 6:10-Rückstand in eine 14:12-Führung und schnupperten an der Sensation. Doch zur ganz großen Überraschung reichte es nicht mehr. Denn als die beiden Matchbälle verpufften, sorgten drei Fehler bei der Ballannahme für die 14:16-Satz- und Spielniederlage.

„Wir haben mit viel Moral und Einsatzwillen drei wichtige Punkte geholt und zwei sehenswerte Spiele abgeliefert. Ich bin sehr zufrieden mit den Elementen Aufschlag und Annahme, die deutlich verbessert waren“, meinte Polkähn, dessen Team am Samstag zum Südniedersachsen-Derby in Weende antreten muss.

DJK spielte mit: Anderlohr, Esch, Hädicke, Köcher, Polkähn, Spieß, Sprenger, Tumanov. (fa)

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