Volleyball 3. Liga Frauen: Weende 2:3 gegen den Mitkonkurrenten Spelle-Venhaus

Tuspo verliert Fünf-Satz-Drama

Mut zur Lücke: Weendes Senta Barke (li.) überwindet den Block des SC Spelle-Venhaus. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Was für ein Drama um die Drittliga-Volleyballerinnen von Tuspo Weende! Ihr „Sechs-Punkte-Spiel“, so Trainer Tobias Harms, verloren sie nach 2:16 Stunden im Tiebreak mit 2:3 (23:25, 25:19, 17:25, 25:10, 13:15) gegen den SC Spelle-Venhaus. „Eine kleine Katastrophe“, bilanzierte Harms.

So blieb Tuspo schließlich nur ein Punkt. „Wir haben zum vierten Mal in dieser Saison nach einem Tiebreak verloren und stehen wieder mit leeren Händen da“, resümierte der Coach. Im dritten Jahr in Folge gab es das dritte Fünf-Satz-Match gegen die Emsländerinnen.

Die Partie kulminierte im fünften Satz, der zu einem Krimi wurde. Weende lag 3:5 zurück, führte 7:6, geriet erneut mit 8:12 in Rückstand, kam auf 11:13 heran. Dann eine umstrittene Schiedsrichter-Entscheidung. Hatte eine Gästespielerin nun den Ball nach einem Tuspo-Angriff touchiert oder nicht? Es wäre der Punkt zum 12:13 gewesen, doch der Referee gab „Doppelfehler“, ließ den Angriff wiederholen. Tuspo im Glück: Weende schaffte das 13:13, doch dann schlug Johanna Wittneben den nächsten Aufschlag ins Aus, 13:14. Und wenig später das Ende zum 13:15.

Coach Harms schob aber nicht alles nur auf den Schiedsrichter. „Ich hadere mit der mentalen Stärke meiner Mannschaft. Wir haben uns überraschen lassen.“ Die Pause am kommenden Wochenende, bevor es zum letzten Spiel des Jahres nach Langenhagen geht, tue seinem Team gut. „Wir haben acht Wochenenden hintereinander gespielt.“ In dezimierter Besetzung, denn Tea Onkes (Ellenbogen) und Polizistin Claudia Rompe (kaum trainiert) stellten sich in den Dienst der Mannschaft. Harms: „Wir haben zu wenig Wechsel-Alternativen.“

Vierte 2:3-Pleite für Weende

In den ersten vier Sätzen ging es hin und her. Tuspo hätte schon den ersten Durchgang (23:25) nicht verlieren müssen, kam im zweiten nach 11:11 aber gut zurück (25:19). Im dritten Satz schwand die Konzentration nach dem 12:12-Zwischenstand, Spelle gewann 25:17. Umso mehr war Tuspo im vierten Abschnitt bei der Sache, baute ein 9:4 über 17:4 zum 25:10 aus, ehe im Tiebreak das „dicke Ende“ kam. Es war die vierte 2:3-Niederlage in dieser Saison. Tuspo bleibt Viertletzter und braucht dringend wieder einen Sieg: Für die Köpfe und für den Klassenerhalt. (haz/gsd)

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