Volleyball-Regionalliga: TV Jahn Kassel verliert Tabellenführung nach 1:3 gegen Freisen

Valentinstag ohne Glück

Durch die Mitte: Mona Gennies (Mitte) vom TV Jahn versucht sich in dieser Szene gegen den Freisener Block durchzusetzen. Foto:  Fischer

kassel. Am Valentinstag sollte das Dutzend voll werden. Nach elf Siegen in Folge kam dagegen am Sonntag alles anders für die Regionalliga-Volleyballerinnen des TV Jahn Kassel. Gegen den SSC Freisen stand es am Ende 1:3 (22:25, 25:22, 21:25, 18:25). Das bedeutete nicht nur Niederlagen-Frust, sondern auch den Verlust der Tabellenführung.

„Wir entschuldigen uns für diese Leistung“, sagte nach dem Spiel Kapitänin Alexandra Schwindt den rund 100 Zuschauern in der Halle am Kasseler Berufsschulzentrum und machte damit mehr als deutlich, dass sich sowohl Aktive als auch Zuschauer wesentlich mehr ausgerechnet hatten.

Dabei waren es nicht nur Kasseler Nachlässigkeiten, die zur Niederlage führten. Die Gäste aus dem Saarland waren als Tabellenvierter und mit ordentlich Siegeswillen angereist. Vor allem dank ihres starken Außenangriffs und eines gleichermaßen flexiblen wie präzisen Zuspiels wurde schnell deutlich, dass es eng werden könnte für die Gastgeberinnen.

„Wir hatten eine zu hohe Fehlerquote beim Angriff und beim Aufschlag. Vielleicht war aber auch nach elf Siegen zu viel Gemütlichkeit eingekehrt“, sagte nach dem Spiel Kassels Trainer Florian Margraf. Dabei hatte sich seine Mannschaft zu keinem Zeitpunkt aufgegeben, „aber wir haben unsere Routine einfach nicht abgespult“, ärgerte sich Außenangreiferin Antje Wottke. Die hatte zwar selbst mit präzisen Diagonalschlägen genauso gepunktet wie Alexandra Schwindt oder Silvia Derfin, aber das allein reichte nicht. So blieben Punkte über die Mittelposition – auch bedingt durch das Fehlen von Silke Lippik – Mangelware.

Einige Male variierte Routinier Conny Wilke nach ihrer Einwechslung das Kasseler Spiel und verwandelte die rückwärts über Kopf zugespielten Bälle von Alina Lange in Zählbares, aber ausreichend war das am Ende des dritten Satzes nicht.

Lediglich im zweiten Satz hatten die Jahnerinnen ihre Gäste im Griff, konnten sich aber nie mit mehr als drei Punkten absetzen. Entsprechend deutlich fiel daher auch das Resümee von Lilly Ruge aus: „Das war unsere schlechteste Saisonleistung“, sagte die Libera und freute sich dann doch über ihren Sohn Henry. Der Fünfjährige spielte nach der Niederlage die Glücksfee bei der großen Valentinsverlosung. Zumindest dabei gab es Kasseler Gewinner.

Jahn Kassel: Derfin, Englisch-Fooken, Gennies, Lange, Schwindt, Stark, Wilke, Wottke, Ruge

Von Martin Scholz

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