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Warum „Kata“ Klimes liebt

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Starke Tschechin: Göttingens Katarina Flasarova (am Ball) gegen Hernes Brittney Davis im Vorrundenspiel. Mit den Veilchen-Fans im Rücken soll am Sonntag der Serien-Ausgleich her. Die BG-Aufbauspielerin: „Sie sind total klasse!“ Foto: Jelinek
Starke Tschechin: Göttingens Katarina Flasarova (am Ball) gegen Hernes Brittney Davis im Vorrundenspiel. Mit den Veilchen-Fans im Rücken soll am Sonntag der Serien-Ausgleich her. Die BG-Aufbauspielerin: „Sie sind total klasse!“ Foto: Jelinek

Göttingen. „Ich liebe ihn“, sagt sie in fast perfektem Deutsch. Sie - das ist Katarina Flasarova. Er - das ist Vlastibor Klimes, der in der zweiten Saison die Wildcats Wolfenbüttel trainiert und mit ihnen gerade um die deutsche Meisterschaft der Basketball-Frauen (1:1 gegen Halle) spielt. Gut, die netten Worte sind sehr ehrlich, aber absolut platonisch gemeint, schließlich ist der ehemalige Göttinger BG-Coach ja mit seiner Dana verheiratet.

Katarina Flasarova (gerade 27 geworden) will mit dem Kompliment nur ausdrücken, welchen Stellenwert Klimes für sie als Coach hat(te). „Er ist nicht nur ein Super-Trainer, sondern auch menschlich super.“ Vergangene Saison war „Vlasta“ ihr Coach in Wolfenbüttel. Dass es dort nicht weiterging, lag nicht an ihm. Wie bei Ofa Tulikihihifo gab es auch mit Flasarova Probleme, hauptsächlich wohl wegen der Finanzen. Das führte dazu, dass beide gemeinsam nach Göttingen wechselten – wo Ofa ja schon vor drei Jahren mal spielte (HNA berichtete). Zum Glück für die Veilchen-Frauen...

Eine der Korsettstangen

Im Team von Coach Jennifer Kerns ist „Kata“ neben Ofa und Klaudia Grudzien eine der Korsettstangen, ohne die nichts geht. Flasarova kommt dabei die Erfahrung zugute, die sie bei ihren vorherigen Klubs und Teams sammelte. Alles Erstligisten!

2005/06 kam sie aus Brünn, wo sie ab dem 15. Lebensjahr mit Mutter und Bruder (25) lebte, nach Leipzig. Vorgesehen war sie für die Regionalliga, zur Saisonmitte stand Kata aber in der Bundesliga-„Starting five“. Sie hatte durch Leistung überzeugt. Ein Jahr später ging’s nach Herne, den sonntäglichen Gegner im zweiten Playoff-Viertelfinale. Wieder war’s aber nur ein Ein-Jahres-Engagement. „Leipzig war meine Lieblingsstadt“, lächelt Flasarova. Also ging es wieder zurück nach Sachsen, ehe ihr Weg nach Wolfenbüttel führte.

Ihren weiteren Lebensweg hat die schwarzhaarige Aufbauspielerin zumindest schon teilweise im Kopf. Sie möchte noch gern studieren, am besten Sprachen. Sportlich wird man es sehen.

Sonntag steht das Rückspiel gegen Herne an. „Wir müssen besser verteidigen, aber wir sind gut vorbereitet.“ Ein indirektes Lob für Jenn Kerns. „Als ehemaliger Point Guard versteht sie viel von meiner Position“, erklärt Flasarova und lobt auch den Teamgeist bei der BG: „Der beste in meiner Karriere!“

Aufgewachsen ist Kata in Ostrava. Über einen Sportlehrer in der Schule kam sie zum Basketball, mochte ihn zu Anfang aber eher nicht. Doch ihre Mutter blieb geduldig. „Ich war ein dickes Kind“, sagt sie selbstkritisch, aber mit schelmischen Unterton. Überhaupt: „Ich bin ein freundlicher Mensch.“ Der mit Ofa nebenbei noch den BG 74-Nachwuchs trainiert - und dreimal die Woche einen Deutsch-Kurs absolviert. Die BG-Amerikaner hatten dies nicht nötig.

Im Hinspiel krank

Am Sonntag (16 Uhr, FKG) soll nun für die BG mit Kata der Finalserien-Ausgleich her. In besserer Form als letzten Samstag. In Herne trat sie krank an. „Ich hatte nicht genug Kraft, war nicht aggressiv genug. Ich konnte meinem Team nicht das geben, was ich wollte.“ Katarina Flasarova und die Violet Ladies – sie sind heiß auf Herne! (gsd)

Von Walter Gleitze und Helmut Anschütz

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