Biathlon-IBU-Cup: "Bock auf mehr" - Nadine Horchler sprintet auf Rang zwei

Hat sich den zweiten Platz geschnappt: Biathletin Nadine Horchler vom SC Willingen. Foto: nh

Beitostoelen. Die eine freute sich über Platz zwei, die andere nahm ihren 29. Rang mit Humor. „Ein richtig cooles Rennen, vom Anfang bis zum Ende", beschrieb Nadine Horchler den zweiten Sprint der jungen Saison im Biathlon-IBU-Cup. Ihre Schwester Karolin war unterdessen „heilfroh, als ich nach diesem kuriosen Rennen im Ziel war".

Bereits im ersten 7,5-km-Rennen des Winters im norwegischen Beitostoelen hatte Nadine Horchler mit Platz zehn und der vierten Laufzeit ihre gute Form angedeutet. Nun steigerte sie sich noch einmal. „Ich habe mich auf der Strecke gut gefühlt“, lag sie diesmal läuferisch im Bereich von Denise Herrmann. Die überlegene Siegerin vom Freitag war erst im Sommer vom Speziallanglauf zu den Skijägerinnen gewechselt.

Der Wind hatte schon zur Verschiebung um einen Tag gesorgt, aber auch Sonntag blies er noch kräftig und in Böen. Im Liegendanschlag traf die Sportlerin des SC Willingen dennoch alle fünf Scheiben. „Aber im Stehen musste ich um jeden Schuss kämpfen, da bin ich noch gut weggekommen.“ Nach nur einer Strafrunde und 24:21,9 Minuten lang sie lange 26,3 Sekunden vor Denise Herrmann (24:48,2/3), ehe die Tschechin Maria Davidova (24:18,3) mit der hohen Startnummer 49 noch um 3,6 Sekunden vorbeizog. Darüber geärgert hat sich Nadine Horchler nicht, vielmehr freute sie sich über den guten Einstieg in den Winter: „Das macht Bock auf mehr.“

Nicht zufrieden dagegen war ihre Schwester Karolin. Nach einer „Fahrkarte“ im Liegen erwischte es die Biathletin des WSV Clausthal-Zellerfeld im Stehendanschlag. „Nach den ersten beiden Schüssen hatte ich keine Chance, war es unmöglich noch irgendwas zu treffen“, kommentierte sie ihre drei weiteren Fehler bei nicht mehr beherrschbarem Wind.

In der Loipe hatte sie zudem wieder nicht ihren besten Tag. Und dann musste sie ausgerechnet im Schwung nach einer Abfahrt anhalten, weil vor ihr eine Konkurrentin in der eisigen Spur gestürzt war. So blieb mit 2:54,6 Minuten Rückstand auf die Siegerin als drittbeste Deutsche im 87er-Feld nur der 29. Platz. „Haken dran“, meinte Karolin Horchler, „die Saison ist ja noch jung“. Weiter im IBU-Cup geht es vom 6. bis 11. Dezember in Ridnaun in Italien. (ni)

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