Rios Olympiapark nimmt Formen an - OK: Alles im Plan

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Im Olympiapark in Rio de Janeiro wird noch fleißig gewerkelt. Foto: Georg Ismar

Rio de Janeiro (dpa) - Rund 290 Tage vor Beginn der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro sind nach Angaben der Veranstalter die Stadien im Olympiapark zu 92 Prozent fertiggestellt.

Wie die Stadt mitteilte, sind von 16 neu gebauten Anlagen in der Stadt bisher aber nur der BMX- und der Mountain-Bike-Parcours komplett fertiggestellt. Im Olympiapark von Barra, der 40 Kilometer von Copacabana entfernt liegt, werden im August und September des nächsten Jahres insgesamt 16 Olympische and 9 Paralympische Disziplinen ausgetragen.

Bei einer Besichtigungstour von internationalen Medienvertretern wirkten mehrere Sportstätten aber Anfang Oktober noch nicht zu 90 Prozent vollendet, zum Beispiel das Schwimmstadion, das noch keinen Pool hat.

Auch im geplanten Olympiastadion, eine Arena in der bisher der Fußballclub Botafogo spielt, fehlen auf den Tribünen noch fast 20 000 Sitze und eine Leichtathletik-Laufbahn. Das Stadion soll 60 000 Menschen Platz bieten. Es liegt relativ weit entfernt vom Olympiapark. Eröffnungs- und Schlussfeier finden wiederum an einem anderen Ort, in Brasiliens Fußball-Tempel, dem Maracanã-Stadion, statt. Zusammen mit den Infrastrukturmaßnahmen - dazu gehört eine neue Metro-Linie nach Barra - sollen die Spiele 38,7 Milliarden Reais (8,7 Mrd. Euro) kosten - davon die Olympia-Projekte 1,51 Mrd. Euro.

Während etwa der Schwimmverband die niedrige Zuschauerzahl von 14 000 im Schwimmstadion kritisch sieht, dreht sich die Hauptsorge um die Wasserqualität in der verdreckten und von Abwässern belasteten Guanabara-Bucht, wo die Segelwettbewerbe stattfinden sollen. Fallen von Verbänden und IOC angekündigte Tests schlecht aus, dürfte eine Debatte um eine Verlegung an einen anderen Ort entbrennen.

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