Weltcup-Auftakt

Deutsche Rodler feiern goldenes Wochenende - Loch holt Hackl ein

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Johannes Ludwig im Eiskanal - der 30-Jährige gewann seinen ersten Weltcup.

Winterberg - Für die deutschen Rennrodler könnte es nicht besser laufen. Am Samstag waren die Doppelsitzer erfolgreich gewesen, Johannes Ludwig gewinnt am Sonntag im Einzel. 

Sechs Rennen, 15 Podiumsplätze: Die deutschen Rodler haben zum Weltcup-Auftakt in Winterberg ihre Ausnahmestellung in der Weltspitze eindrucksvoll untermauert und mächtig abgeräumt. Die Frauen und die Doppelsitzer feierten jeweils Dreifacherfolge. Einzig die sauerländische Wetterlotterie, der auch Olympiasieger Felix Loch zum Opfer fiel, brachte die Männer um den kompletten Erfolg. 

Und während Johannes Ludwig den ersten Erfolg seiner Karriere in vollen Zügen genoss, hatte auch Loch noch Grund zum Feiern. Im Sprint verbuchte er seinen 33. Weltcup-Sieg und egalisierte die Marke seines großen Vorbilds Georg Hackl. 

Doch die meisten Schulterklopfer in Winterberg erhielt Ludwig. "Ich hatte es schon fast für unmöglich gehalten", sagte der schon 30 Jahre alte Premierensieger aus Suhl: "Aber vielleicht bin ich mittlerweile gereift, wie ein guter Wein. Vielleicht komme ich jetzt hintenraus." 

Felix Loch: „Das war ein geiler Auftakt“

Bundestrainer Norbert Loch war natürlich überaus zufrieden mit dem Wochenende, besonders aber mit dem Debütanten in seinem Team. "Der Hansi hat vor allem mit einer tollen Startzeit und einem ganz starken Lauf gezeigt, dass auch er Weltcups gewinnen kann. Ich freue mich heute ganz besonders für ihn", sagte der 54-Jährige. 

Bereits am Samstag war Loch überglücklich. "Das war ein geiler Auftakt", sagte er, "Chapeau für diese Konstanz." Da hatte Olympiasiegerin Natalie Geisenberger (Miesbach) das Rennen der Frauen deutlich vor Tatjana Hüfner (Blankenburg) und Dajana Eitberger (Ilmenau) gewonnen, bei den Doppelsitzern siegten Toni Eggert/Sascha Benecken (Ilsenburg/Suhl) vor den Lokalmatadoren Robin Geueke/David Gamm (Winterberg) und den Olympiasiegern Tobias Wendl/Tobias Arlt (Berchtesgaden/Königssee).

Ludwig feiert ersten Weltcup-Sieg 

Am Sonntag ging es bei den Männern erfolgreich weiter: Ludwig feierte seinen ersten Weltcup-Sieg, Routinier Andi Langenhan (Zella-Mehlis) belegte vor Felix Loch Rang drei. Einzig der Russe Roman Repilow durchbrach als Zweiter die Phalanx der deutschen Athleten. 

Bei den Männern profitierten zunächst vor allem die früheren Starter, denn ab der Mitte des ersten Durchgangs setzte Schneeregen ein, der die Bahn im Hochsauerland deutlich langsamer machte. Loch und Langenhan hatten es nur auf die Plätze sechs und acht geschafft, Ludwig sich an der Spitze bereits ein gutes Polster herausgefahren, das er im zweiten Durchgang erfolgreich verteidigte.

 Felix Loch zieht mit Georg Hackl gleich

Im Sprint der Männer siegte Loch vor Stepan Fedorow (Russland) und Ludwig und zog damit mit dem großen "Hackl-Schorsch" gleich. Bei den Frauen gewann Eitberger den dritten Weltcup ihrer Karriere. Die 25-Jährige siegte in der verkürzten Variante vor Birgit Platzer (Österreich) und Geisenberger. 

Im letzten Rennen in Winterberg war das Podium aber wieder komplett schwarz-rot-gold. Auch im Doppelsitzer-Sprint waren Eggert und Benecken wieder die Schnellsten, Wendl/Arlt als Zweite und Geuke/Gamm auf Platz drei komplettierten das rein deutsche Podium. 

Weiter geht es nun mit drei Weltcup-Rennen in Nordamerika. Auf den Bahnen in Lake Placid, Park City (beide USA) und Whistler/Kanada sind traditionell die US-Amerikaner favorisiert, so wie die Deutschen auf ihren vier Heimbahnen. In Übersee gilt es, so viele Weltcup-Punkte wie möglich mitzunehmen

SID

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