Rosberg siegt im Ferrari-Mekka - Vettel: "Bestes Podium"

Nico Rosberg feiert seinen Sieg in Monza mit Champagner. Foto: Srdjan Suki
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Nico Rosberg feiert seinen Sieg in Monza mit Champagner. Foto: Srdjan Suki
Für seinen dritten Platz wird Ferrari-Pilot in Monza wie ein Sieger gefeiert. Foto: Daniel Dal Zennaro
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Für seinen dritten Platz wird Ferrari-Pilot in Monza wie ein Sieger gefeiert. Foto: Daniel Dal Zennaro
Das Mercedes-Team lässt Nico Rosberg nach seinem Sieg hochleben... Foto: Srdjan Suki
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Das Mercedes-Team lässt Nico Rosberg nach seinem Sieg hochleben... Foto: Srdjan Suki
... um den deutschen Rennfahrer dann nach hinten weiterzureichen. Foto: Srdjan Suki
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... um den deutschen Rennfahrer dann nach hinten weiterzureichen. Foto: Srdjan Suki
Und auch Daimler-Chef Dieter Zetsche will den Sieger drücken. Foto: Srdjan Suki
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Und auch Daimler-Chef Dieter Zetsche will den Sieger drücken. Foto: Srdjan Suki
Nico Rosberg legt einen guten Start in Monza hin, während sein Teamkollege mehrere Plätze nach hiten rutscht. Foto: Srdjan Suki
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Nico Rosberg legt einen guten Start in Monza hin, während sein Teamkollege mehrere Plätze nach hiten rutscht. Foto: Srdjan Suki
Der deutsche Mercedes-Pilot kann sich an der Spitze behaupten und den Abstand auf den folgenden Sebastian Vettel vergrößern. Foto: Srdjan Suki
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Der deutsche Mercedes-Pilot kann sich an der Spitze behaupten und den Abstand auf den folgenden Sebastian Vettel vergrößern. Foto: Srdjan Suki
Max Verstappen leistet sich in Monza keine Eskapaden und beendet das Rennen auf einem guten siebten Rang. Foto: Srdjan Suki
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Max Verstappen leistet sich in Monza keine Eskapaden und beendet das Rennen auf einem guten siebten Rang. Foto: Srdjan Suki
Der Brasilianer Felipe Nasr muss nach einem Crash mit seinem Sauber das Rennen in der siebten Runde aufgeben. Foto: Srdjan Suki
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Der Brasilianer Felipe Nasr muss nach einem Crash mit seinem Sauber das Rennen in der siebten Runde aufgeben. Foto: Srdjan Suki

Nico Rosberg gewinnt in Monza das Europa-Finale der Formel 1. Nach einem verpatzten Start hat Lewis Hamilton nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den Deutschen in der WM-Wertung. Sebastian Vettel wird als Dritter im Ferrari-Land wie ein Gewinner gefeiert.

Monza (dpa) - Nico Rosberg fühlte den Italiener in sich, Sebastian Vettel schwärmte von einem Wahnsinnstag. Beim perfekt herausgefahrenen Formel-1-Premierensieg von WM-Aspirant Rosberg im Mercedes durfte sich auch Ferrari-Star Vettel vor den jubelnden Tifosi wie ein Gewinner fühlen.

Allein WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton hatte nach einem verpatzten Start von der Pole und dem zweiten Platz beim Großen Preis von Italien keine so große Freude. Denn Rosbergs Rückstand in der Fahrerwertung beträgt auf den Briten nur noch zwei Punkte, entsprechend überglücklich war der gebürtige Wiesbadener. "Das ist ein besonderer Tag. Ich habe mich der italienischen Kultur schon immer sehr nahe gefühlt. Das ist wirklich unglaublich", sagte Rosberg regelrecht berauscht von der einzigartigen Atmosphäre im Autodromo Nazionale di Monza.

Die ganz großen Ovationen gehörten am Sonntag aber dem Dritten Vettel. "Die Unterstützung da draußen war Wahnsinn. Ich denke, ja, man kann es schwer in Worte fassen und es ist schwer zu begreifen", sagte der Heppenheimer ergriffen, der erstmals nach fünf Grand Prix wieder auf das Podest fuhr. "Wir durften alle drei einen Wahnsinnstag erleben."

Force-India-Mann Nico Hülkenberg kam nach seinem hervorragenden vierten Platz vor einer Woche in Belgien diesmal als Zehnter noch in die Punkteränge. Pascal Wehrlein musste seinen Manor wegen eines Defekts auf Anweisung des Kommandostandes in der 28. Runde abstellen. "Für mich hat es sich okay angefühlt, deshalb habe ich nochmal nachgefragt", berichtete der 21-Jährige. "Man kann da nix machen, wir waren in einer sehr guten Position. Man kann es nicht ändern."

In den WM-Kampf wird Ferrari nicht mehr eingreifen - Vettel versprach auf dem Podium aber natürlich weiter vollen Einsatz. "Ich bin mir sicher, dass Ferrari zurückkommen wird und kämpfen wird", versicherte der viermalige Weltmeister. Scuderia-Teamchef Maurizio Arrivabene war von den Ovationen für seinen Star begeistert. "Alle schauen hier auf Sebastian, sie lieben ihn. Das ist fantastisch", erklärte er und resümierte: "Wir haben unser Maximum erreicht."

Die Ausgangslage für Hamilton war ausgezeichnet. Bereits zum fünften Mal sicherte er sich die Pole Position für den Klassiker auf dem schnellsten Kurs im Rennkalender - konnte diesen Vorteil aber nicht nutzen. Der 31-Jährige verpatzte seinen Start wegen zu stark durchdrehender Räder mal wieder und wurde auf den sechsten Platz durchgereicht. Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff ärgerte sich in der Box sichtlich. "Der Start war nicht toll, aber es war ein toller Tag für Mercedes", meinte Hamilton später.

Eine Woche nach seinem Premierenerfolg in Belgien war Rosberg in seinem 199. Grand Prix hingegen der große Nutznießer und setzte sich auf dem Kurs, auf dem 79 Prozent der Rundendistanz mit Vollgas gefahren wird, an die Spitze. Doch auch Ferrari profitierte. Vettel und Räikkönen gewannen jeweils einen Platz und fuhren auf die Ränge zwei und drei vor. Die Tifosi im Königlichen Park jubelten.

Rosberg baute unbeeindruckt vom Verfolgerfeld seine Führung aus. Nach zwölf Runden war er mehr als sechs Sekunden vor dem Zweiten Vettel und mehr als zwölf Sekunden vor dem nun Vierten Hamilton. "Meine Hinterreifen sind schon ziemlich aufgebraucht", gab der Weltmeister nach seinen Überholvorgängen an Daniel Ricciardo im Red Bull und Williams-Fahrer Valtteri Bottas an seine Box durch.

Nach den ersten Reifenwechseln von Räikkönen in der 16. Runde und Vettel im 17. Umlauf heftete sich Hamilton auf dem 5,793 Kilometer langen Kurs an die Fersen seines Teamrivalen. Mercedes setzte auf eine letztlich erfolgreiche Ein-Stopp-Strategie, die Scuderia bevorzugte mit den weicheren Mischungen zwei Reifenwechsel. So kam dann auch Rosberg in der 25. Runde an die Box, Hamilton einen Umlauf später. Die Rangfolge in dem überschaubar spannenden Rennen war damit quasi zementiert: das Mercedes-Duo vor dem Ferrari-Duo.

Auf den letzten Runden kam auch keine große Spannung mehr auf. Rosberg lag sieben Umläufe vor Schluss komfortable 13 Sekunden vor Hamilton, der seine Starts wieder in den Griff bekommen muss. Am Ende durfte der Deutsche ungefährdet im Ferrari-Land jubeln. "Das ist unglaublich", meinte Rosberg glücklich.

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