Hilfe für Hamilton im Kampf vs. Vettel? Rosberg: Mir egal

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Nico Rosberg liegt in der WM-Wertung hinter Sebastian Vettel auf Rang drei. Foto: Valdrin Xhemaj

Die Belegschaft feiert den ersten WM-Titel für Mercedes in diesem Jahr. Die nächste Party ist nur noch eine Frage der Zeit. Rosberg leidet aber noch immer, auch wenn das Lächeln etwas zurückgekehrt ist. Ein Zweikampf Hamilton vs. Vettel interessiert ihn nicht.

Berlin (dpa) - Lewis Hamilton hat gut reden. "Auch möchte ich betonen, was für ein großartiger Teamkollege Nico ist", sagte der WM-Spitzenreiter über seinen erneut im WM-Kampf geschlagenen Silberpfeil-Teamkollegen Rosberg: "Er hatte bislang eine viel härtere Saison als ich."

Auch deswegen widmete Hamilton einen Teil seiner Rede vor der Belegschaft des deutschen Formel-1-Rennstalls Mercedes bei der Feier zur erneuten Konstrukteursweltmeisterschaft seinem einst so guten Kumpel. "Ich wollte ihm deutlich machen, dass wir ihn sehr schätzen."

Es ist der Tag nach dem bitteren frühen Aus beim Großen Preis von Russland und dem Ende aller Rosberg'schen Träume, es in diesem Jahr seinem Vater Keke gleich zu machen und sich zum Weltmeister in der Formel 1 zu krönen. "Aber als ich hier in die Werke zurückkehrte und alle meine Kollegen nach dem Titelgewinn so glücklich sah, kehrte auch in mein Gesicht ein Lächeln zurück", sagte Rosberg bei der Feier an den beiden Teamstandorten in Brackley und Brixworth und postete ein Foto bei Facebook, das ihn tatsächlich auch schon wieder mit einem Lachen zeigte.

Es zeigte aber den Unterschied zwischen ihm und Hamilton. Der Brite hielt eine Trophäe in der Hand, Rosberg nicht. Bei 73 Punkten hat er den Kampf um die WM aufgegeben. Obwohl er vor dem "Sch... Tag" in Sotschi noch betont hatte, dass ihn ausschließlich nur Platz 1 im Klassement interessiere, will Rosberg nun aber zumindest den Vizerang zurückerobern von Ferrari-Star und Landsmann Sebastian Vettel. "Leider hat mich ja der Sebastian durch meinen Nuller in Russland in der WM überholt. Das will ich in Amerika aber gleich ändern", kündigte Rosberg an.

Und dann schrieb Teamplayer Rosberg in seiner Kolumne für die "Bild"-Zeitung am Dienstag auch noch das: "Ich wurde nach dem Rennen sogar gefragt, ob ich Lewis im Fall der Fälle sogar helfen würde, wenn Sebastian noch weiter auf ihn aufholt. Aber ganz ehrlich: Das ist mir völlig egal." Er glaube auch, dass es zu so einer Situation nicht kommen werde, meinte Rosberg.

In der Tat scheint ein echter Zweikampf noch in diesem Jahr zwischen Hamilton und Vettel, die auch am Sonntag nach Platz 1 für den Briten in Sotschi vor dem Deutschen kumpelhaft scherzten und gut aufgelegt waren, äußerst unwahrscheinlich. Hamilton kann vielmehr schon in weniger als zwei Wochen im texanischen Austin seinen dritten WM-Titel nach 2008 und 2014 perfekt machen. Der 30-Jährige hat 66 Punkte Vorsprung auf Vettel.

Rosberg, zuletzt kurioserweise von einem kaputten Gaspedal gestoppt, bleibt nur noch der Blick auf die nächste Saison. Spätestens 2016 könnte es gut sein, "dass wir alle drei einen ganz engen Kampf um den Titel haben werden", meinte er. "Ich weiß, dass er in den vielen kommenden Jahren zurückschlagen wird, in denen wir sicherlich hart gegeneinander kämpfen werden", prophezeite Hamilton. Er hat gut reden.

Team-Mitteilung

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