Schmidt-Eklat: DFB wartet auf Bericht - Bayer schweigt

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Schiedsrichter Felix Zwayer muss dem DFB einen Sonderbericht liefern. Foto: Marius Becker

Frankfurt/Main (dpa) - Nach der Unterbrechung des Bundesliga-Spiels zwischen Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund (0:1) wartet der Deutsche Fußball-Bund nun auf einen Sonderbericht von Schiedsrichter Felix Zwayer.

Erst nach Einsicht dieses Berichts kann der Kontrollausschuss des DFB tätig werden und die von allen erwarteten Ermittlungen gegen den Leverkusener Trainer Roger Schmidt einleiten. Das bestätigte ein DFB-Sprecher auf Nachfrage.

Bayer Leverkusen will unterdessen vorerst keine weitere Stellungnahme dazu abgeben. "Ich werde mich zu diesem Thema nicht äußern. Es ist dazu viel gesagt - Qualifiziertes und Unqualifiziertes", erklärte Bayer-Geschäftsführer Michael Schade der Deutschen Presse-Agentur. "Warten wir ab, was passiert. Es nützt doch nichts, Öl ins Feuer zu gießen."

Er habe mit Trainer Schmidt besprochen, das Geschehen öffentlich nicht weiter zu kommentieren. "Wenn es etwas gibt vom DFB, werden wir uns äußern", erklärte Schade.

Referee Zwayer hatte die Partie am Sonntagnachmittag für knapp zehn Minuten unterbrochen, weil sich der Leverkusener Trainer geweigert hatte, wie vom Schiedsrichter gefordert auf die Tribüne zu gehen. Eine längere Sperre für Schmidt sei jetzt "durchaus denkbar", sagte der Schiedsrichtermanager der Deutschen Fußball Liga, Hellmut Krug, der "Bild"-Zeitung. Über das genaue Ausmaß der Strafe kann aber vorerst nur spekuliert werden. Erst muss der Kontrollausschuss die Ermittlungen einleiten, eine Stellungnahme von Schmidt einfordern und eine Anklage vor dem Sportgericht des DFB erheben.

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