1:0 gegen Sporting Lissabon

Schnellcheck: BVB müht sich ins Achtelfinale

Hoch, höher, Adrian Ramos: Dortmunds Stürmer gewinnt das Kopfballduell und erzielt für den BVB die 1:0-Führung. Foto:  dpa

Kassel. In der Champions League funktioniert's. Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund gewinnt gegen Sporting Lissabon 1:0 (1:0) und zieht ins Achtelfinale ein.

Gab es Besonderheiten in der Startelf der Borussia? 

Überraschend verzichtete BVB-Trainer Thomas Tuchel auf Pierre-Emerick Aubameyang. Als Grund für die Nicht-Berücksichtigung nannte der Verein „interne Gründe“ - was immer das heißen mag. Der Gabuner, der bisher in jedem Gruppenspiel einmal getroffen hatte, nahm auf der Tribüne Platz - und war in seinem Humphrey-Bogart-Look einmal mehr ein Hingucker.

Und wie war das Spiel im Signal-Iduna-Park? 

Sehr ansehnlich, zumindest in der ersten Hälfte. Sowohl Dortmund als auch die Gäste aus Lissabon boten feinen Fußball. 65 849 Zuschauer erlebten eine Partie, in der beide Teams versuchten, über Kombinationen zum Erfolg zu gelangen. So tauchte nach einem blitzsauberen Doppelpass Sportings Gelson Martins frei vor Roman Bürki auf - doch der BVB-Keeper tauchte ab und entschärfte die Großchance (27. Minute). Zu diesem Zeitpunkt führten die Gastgeber bereits. Denn Aubameyang-Vertreter Adrian Ramos hatte per Kopf nach einer Flanke von Matthias Ginter für das 1:0 gesorgt (12.).

Die Portugiesen zeigten sich keineswegs geschockt und spielten flott in Richtung BVB-Strafraum - allein der letzte Pass kam selten an. Etwas gefährlicher agierte der BVB. Nach herrlicher Doppelpass-Stafette von Mario Götze und Christian Pulisic traf Letztgenannter nur die Latte. (34.). Auch Ousmane Dembele (43.) und Rückkehrer Raphael Guerreiro (45.) hatten gute Möglichkeiten, die Führung auszubauen.

Weil die Gäste früh attackierten, tat sich der BVB fortan im Aufbau schwer. Flüssige Szenen auf Dortmunder Seite blieben Mangelware. Tuchel wirbelte an der Seitenlinie, solch einen Wirbel ließen seine Spieler vermissen. Stattdessen stockte den BVB-Fans der Atem, als Bryan Ruiz den Ball nur knapp über die Latte köpfte (77.). Aber am Ende brachte der BVB dieses 1:0 über die Zeit.

Geht das Ergebnis denn in Ordnung

Spielerisch baute die Borussia im zweiten Durchgang mächtig ab. Nur in den ersten 45 Minuten ließen die Dortmunder aufblitzen, zu welch tollem Fußball sie in der Lage sind. Über den Ausgleich hätten sie sich nicht beschweren können.

Lohnte sich ein Blick auf die weiteren Fußballplätze in der Champions League?

Kennen Sie den belgischen Profi mit dem wohl klingenden Namen Vadis Odjidja-Ofoe? Der traf beim 1:2 für Legia Warschau gegen Real Madrid ins linke Tordreieck - der Startschuss für einen verrückten Fußball-Abend in der polnischen Hauptstadt. Warschau lag kurz vor Schluss sogar in Führung, ehe die Star-Elf aus Madrid noch ein 3:3 rettete - und das vor leeren Rängen: Wegen einiger Tumulte bei früheren Spielen war Legia zu einem Geisterspiel verdonnert worden. Spektakel gab es ansonsten im Fürstentum. AS Monaco konnte sich auf seinen Torjäger Radamel Falcao verlassen. Der traf beim 3:0-Erfolg doppelt.

Wie war die Live-Übertragung im ZDF? 

Martin Schneider ist im Zweiten eigentlich der Experte für Handball. Der Kommentator erledigte seinen Job solide - oder anders ausgedrückt: Er spulte sein Programm ohne große Höhepunkte herunter.

Dortmund: Bürki - Ginter, Sokratis, Bartra, Guerreiro - Weigl - Dembélé (46. Schürrle), M. Götze (69. Rode), Castro (69. Piszczek), Pulisic - Ramos SR: Makkelie (Niederlande)

Tor: 1:0 Ramos (12.)

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