Jürgen Hensel stolz auf freiwillige Helfer

Ski-Weltcup in Willingen: „Es hat alles perfekt geklappt“

Großartige Stimmung an der Mühlenkopfschanze: An den drei Tagen pilgerten knapp 36 000 Zuschauer ins Strycktal. Foto: Worobiow
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Großartige Stimmung an der Mühlenkopfschanze: An den drei Tagen pilgerten knapp 36 000 Zuschauer ins Strycktal.

Willingen. Erst als die Zuschauer bereits die Heimreise angetreten hatten und die Aufräumarbeiten an der Mühlenkopfschanze starteten, setzte starker Regen ein. Zwar war es auch am Sonntagvormittag ungemütlich, doch rechtzeitig gegen Mittag zeigte sich die Sonne – genauso wie an den beiden Tage zuvor. Und es war nicht nur das Wetter, das beim Willinger Weltcup-Skispringen mitspielte.

Nach drei tollen Tagen am Mühlenkopf zeigte sich OK-Chef Jürgen Hensel sehr zufrieden. „Das war ein top Weltcup, es hat alles perfekt geklappt. Und obwohl der zweite Durchgang am Samstag beim Teamspringen abgesagt wurde, hat sich das Publikum riesig über den deutschen Sieg gefreut“, sagte der 54-jährige Willinger.

Jürgen Hensel

Und er fügte hinzu: „Es haben so viele mit angepackt und uns unterstützt. Ich kann mich gar nicht oft genug dafür bedanken.“ Sein Dank richtete sich an über 1300 Free Willis, die freiwilligen Helfer, ohnedie die Freiluftveranstaltung nicht möglich gewesen wäre. „Hier wird ja alles selbst gemacht, vom Bratwurstverkauf über das Weitenmessen bis hin zum Kassieren“, war er stolz auf das riesige Team, das hinter ihm steht.

Die Anstrengungen – vor allem wegen des fehlenden Schnees – wurden belohnt. „Klar ist das finanziell unschön, wenn man den kompletten Schnee ankarren beziehungsweise selbst machen muss. Aber das war gleichzeitig eine gute Werbung für uns“, sagte Hensel. Schon vor dem Weltcup sei die Berichterstattung größer als im vergangenen Jahr gewesen. Eines war klar: „Eine Absage kommt bei so einer Veranstaltung nicht infrage.“

Erfreulich war ebenfalls, dass alles friedlich verlief. „Es ist nichts passiert, weder einem Springer, Helfer noch Zuschauer, das ist immer sehr viel wert.“ Ein höheres Polizeiaufgebot sei dieses Jahr im Einsatz gewesen. „Wegen der aktuellen Terroranschläge mussten wir reagieren.“

Die Zuschauerzahl stellte die Veranstalter ebenfalls zufrieden. Knapp 36 000 Zuschauer waren an den drei Tagen zur Schanze ins Stryck gepilgert. Zwar hatte der SCW die Marke von 40 000 angepeilt, doch deswegen herrschte keine Unzufriedenheit: „Mit den Zahlen bin ich zufrieden, auch wenn uns der Regen am Sonntagmorgen bestimmt 2000 Zuschauer gekostet hat.“

Schon in den nächsten Wochen stehen Besprechungen an, wie der nächste Weltcup im Upland ablaufen könnte: „Wir planen, das Stadion noch besser zu beleuchten, denn wir haben so viele Zuschauer vor Ort, aber die sieht man im Fernsehen nicht, deswegen brauchen wir zusätzliches Licht. Die Gespräche laufen schon“, sagte Hensel, der bereits zum neunten Mal OK-Chef der Veranstaltung war. „Ruhiger wird man deswegen aber nicht. Ich bin schon Tage vorher voll mit Adrenalin und kann kaum schlafen.“

Dass Stephan Leyhe beim Heimspiel wieder mit von der Partie war, freute den Skiclub-Präsidenten natürlich besonders: „Das bedeutet uns sehr viel. Er ist nicht nur ein super Vorbild, mit ihm kann man auch gut Werbung machen“, so Hensel.

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