Sotschi-Quali: Rosberg unter Druck im Duell mit Hamilton

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Nico Rosberg will die Pole Position. Foto: Juri Koschetkow

Nach dem chaotischen Freitagstraining hofft die Formel 1 für die Qualifikation zum Grand Prix von Russland am Samstag auf bessere Bedingungen. Wieder dürften zwei Deutsche die schärfsten Gegner für WM-Spitzenreiter Hamilton sein.

Sotschi (dpa) - Nico Rosberg steht vor der Formel-1-Qualifikation in Sotschi mächtig unter Druck. Der Mercedes-Pilot muss am Samstag (14.00 Uhr) unbedingt seinen Teamkollegen Lewis Hamilton schlagen, um seine Mini-Chance im Titel-Duell mit dem britischen WM-Spitzenreiter zu wahren.

Zuletzt in Japan hatte Rosberg nach einer Serie von acht Niederlagen gegen Hamilton wieder die Pole Position erobert, sie im Rennen aber nicht verteidigen können. Vor dem Großen Preis von Russland am Sonntag hat der Deutsche als Zweiter der Gesamtwertung 48 Punkte Rückstand auf seinen Stallrivalen.

In den fünf verbleibenden Saisonläufen kann Rosberg nicht mehr aus eigener Kraft Weltmeister werden. Nach der jüngsten Niederlage von Suzuka probte der 30-Jährige im Training von Sotschi auffallend oft Starts, um sich nicht erneut eine Blöße gegen Hamilton zu geben.

Ansonsten aber waren die ersten Übungseinheiten für die Fahrer wenig hilfreich, weil eine mit Diesel verschmutzte Strecke und Dauerregen aussagekräftige Proberunden unmöglich machten. "Wir müssen also alles ins dritte Training quetschen und innerhalb einer Stunde lernen", sagte Rosberg. "Das dürfte an diesem Wochenende eine kleine Herausforderung werden, da Ferrari auf dieser Strecke gefährlich sein sollte."

Hamilton indes gab sich trotz der Widrigkeiten gelassen. "Ich habe deswegen jedoch keine Bedenken, da wir alle im gleichen Boot sitzen", sagte der Vorjahressieger. "Wir blicken dem Wochenende zuversichtlich entgegen."

Aber auch Ferrari-Pilot Sebastian Vettel darf sich Hoffnungen machen, weil die Streckenbedingungen am Schwarzen Meer ähnlich wie bei seinem jüngsten Sieg in Singapur sind. "Es wird schwer sein, in den Rhythmus zu kommen, weil die Strecke sich am Samstag noch genauso grün anfühlen wird", sagte der WM-Dritte, der 59 Zähler hinter Hamilton liegt. Dennoch zeigte sich Vettel vorerst optimistisch: "Der erste Eindruck vom Auto war gut."

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