Sprinter wollen auf dem Weg nach Montpellier zuschlagen

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Mark Cavendish war bislang dreimal erfolgreich. Foto: Kim Ludbrook

Nach der Plackerei durch die Pyrenäen wollen die Sprinter auf der 11. Etappe der 103. Tour de France in Montpellier wieder zuschlagen. Spitzenreiter Froome rechnet mit einem ruhigen Tag, bevor ihm am Donnerstag und Freitag Stress pur bevorsteht.

Revel (dpa) - Die Pyrenäen liegen hinter ihnen. Jetzt fordern wieder die Sprinter ihr Recht. Die 11. Tour-Etappe nach Montpellier über 162,2 Kilometer dürfte so recht nach ihrem Geschmack sein.

Der bisher schon dreimal erfolgreiche Brite Mark Cavendish, der Sieger von Limoges, Marcel Kittel, oder der bisher noch leer ausgegangene deutsche Meister André Greipel sind am Mittwoch die großen Favoriten auf den Tagessieg.

DIE DEUTSCHEN: Marcel Kittel siegte in Limoges mit 28 Millimetern Vorsprung vor dem kleinen Franzosen Bryan Coquard und schraubte seine Gesamt-Ausbeute auf neun Tageserfolge. Er gilt am Mittwoch ebenso als Favorit wie der bisher leer ausgegangene deutsche Meister André Greipel. Der gebürtige Rostocker hat bei allen seinen bisherigen Tour-Starts mindestens einen Etappensieg "abgeschossen". In Montpellier könnte es für den vierfachen Sieger des Vorjahres endlich soweit sein.

MARK CAVENDISH: Der von Teamleiter Rolf Aldag betreute Brite ist der Sprinter-König dieser Tour. Auch ohne "Sprintzug" im Finale hat der Brite bisher drei Etappen gewonnen. Er ist hinter Eddy Merckx mit insgesamt 29 Tagessiegen die Nummer zwei in der Ewigen-Bestenliste in Bezug auf Tagessiege. Er wird Kittel und Greipel das Leben mit seiner Wendigkeit und Reaktion-Geschwindigkeit wieder schwer machen.

DIE AUSSENSEITER: Die Gastgeber fiebern ihrem ersten Etappensieg entgegen. Das Federgewicht Coquard war in Limoges nah dran. Er scheitere hauchdünn an dem Koloss Kittel. In Montpellier will er einen Tag vor dem Nationalfeiertag siegen. Auch der Norweger Alexander Kristoff lauert auf seinen ersten Sieg.

CHRISTOPHER FROOME: Der Vorjahressieger aus Großbritannien hat weiter winzige 16 Sekunden Vorsprung vor der Tour-Entdeckung Adam Yates und 23 Sekunden vor seinem relevanten Widersacher Nairo Quintana. Noch einmal kann Froome ein bisschen an Ausruhen denken. Dann wird für es für ihn am Donnerstag beim Anstieg auf den Mont Ventoux und im anschließenden Zeitfahren ernst. "Ich denke, Montpellier wird etwas für die Sprinter, ich konzentriere mich auf die beiden Tage danach. Das sind 'big dates' für mich", sagte er nach der Etappe in Revel.

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