Sprinterin Verena Sailer beendet Karriere beim ISTAF

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Verena Sailer wird ihre Karriere beenden. Foto: Michael Kappeler

Sonntagabend beim ISTAF, 18.25 Uhr, Start zum 100-Meter-Rennen der Frauen. Wenn Verena Sailer dann ins Ziel stürmt, ist ihre Karriere beendet. Kurz, aber vielleicht nicht ganz schmerzlos. Denn die 29-Jährige hat viele schöne Momente mit der Leichtathletik erlebt.

Berlin (dpa) - Servus, Verena! Deutschlands Dauer-Sprinterin Verena Sailer wird ihre langjährige erfolgreiche Sportkarriere an diesem Sonntag beenden.

Die frühere 100-Meter-Europameisterin will beim Berliner ISTAF ihr letztes Rennen bestreiten, kündigte sie in einer Pressemitteilung ihres Managements an. "Ich merke, dass sich die Prioritäten in meinem Leben verschieben und ich mich auf meine Karriere abseits der Laufbahn fokussieren möchte", begründete die 29-Jährige ihre Entscheidung.

Künftig sollen das Studium und der spätere Beruf Vorrang haben. In den kommenden Monaten möchte Sailer nach dem Bachelor in Sportmanagement auch den Master in Wirtschaftspsychologie abschließen und sich auf ihrer berufliche Zukunft orientieren. "Ich freue mich auf das, was kommt, werde neue Dinge ausprobieren und meine Erfahrungen aus zwölf Jahren internationaler Leichtathletik einbringen", meinte die im schwäbischen Illertissen geborene Athletin. "Der Sport und die Leichtathletik werden mir immer am Herzen liegen."

Ihre größten Erfolge feierte Sailer mit EM-Gold über 100 Meter 2010 in Barcelona und Staffel-Bronze bei der Heim-WM 2009 in Berlin. Auch bei der diesjährigen Hallen-EM in Prag stand sie als Dritte über 60 Meter noch einmal auf dem Siegerpodest. Nun blicke sie "vor allem auch dank meines Teams mit meinem Trainer Valerij Bauer stolz zurück. Mit dem achten DM-Titel, der WM in Peking und meinem letzten Rennen in Berlin beim ISTAF schließt sich für mich der Kreis."

"Verena Sailer ist eine herausgehobene Persönlichkeit der deutschen Leichtathletik. Unvergessen bleibt für mich Ihr phantastischer Lauf beim EM-Finale in Barcelona 2010 zu Gold", betonte DLV-Präsident Clemens Prokop.

"Als Cheftrainer des Deutschen Leichtathletik-Verbandes bedauere ich das Karriereende von Verena Sailer sehr", sagte Idriss Gonschinska. "Verena war über viele Jahre das Aushängeschild der deutschen Leichtathletik im Sprint und hat dies bei unzähligen nationalen und internationalen Rennen und Meisterschaften immer wieder unter Beweis gestellt."

Bericht auf leichtathletik.de

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