Der Schnellcheck: Gladbachs Spiel in Manchester auf heute verschoben – München siegt 5:0

Starkregen und Kimmich-Tore

Er hat einen Lauf: Bayerns Joshua Kimmich trifft nun auch noch in der Champions League. Foto: dpa

Gladbach bei Manchester City. André Schubert im interessanten Trainerduell mit Pep Guardiola. Premier-League-Startruppe gegen unbekümmerte Bundesliga-Fohlen - das war doch mal ein richtig interessantes Duell, das die Champions League zum Auftakt bot. Einziges Problem: Es fand dann nicht statt! Die Bayern spielten. Und gewannen 5:0 gegen das russische Team FK Rostow. Ein Schnellcheck über Fußball, der stattfand, und Fußball, der nicht gespielt wurde.

Wie war es denn, das Spiel der Gladbacher in Manchester?

Das lässt sich kurz und knapp sagen: nass! Sehr nass! Und um ganz genau zu sein: zu nass! Der Grund heißt Starkregen. „Mit Starkregen werden in der Meteorologie große Mengen Regen bezeichnet, die in kurzer Zeit fallen“, heißt es dazu bei Wikipedia. Und: „In den Tropen ist die Neigung zu Starkregen sehr hoch.“ Nun ist Manchester in etwa so tropisch wie das Wetter in Deutschland derzeit herbstlich. Aber Regen können sie halt auf der Insel.

Um 20.39 Uhr vermelden die Nachrichtenagenturen: Spiel in Manchester abgesagt. Ein Gewitter mit erwähntem Starkregen war ab 19 Uhr über Manchester niedergegangen und hatte den Platz im Etihad Stadium in eine Seenlandschaft verwandelt. Kurz vor dem eigentlichen Anpfiff entschied Schiedsrichter Björn Kuipers (Niederlande) dann auf Absage.

Gab es in Manchester trotzdem einen Gänsehautmoment?

Den gab es - und zwar kurz nach der Absage. Im Stadion war zu diesem Zeitpunkt ohnehin nur der Gästeblock richtig gefüllt. Als feststand, dass es an diesem Abend keinen Fußball geben würde, da ging die Gladbacher Mannschaft raus auf den Rasen und spendete den entäuschten Fans Trost. Gemeinsam wurde einige Minuten gefeiert und gesungen. Dann war der Fußballabend beendet.

Gibt es denn Hoffnung auf Fußball in Manchester?

Gibt es. Und es gibt sogar einen Anstoßtermin. Heute soll Versuch Nummer zwei starten - wahrscheinlich um 20.45 Uhr. Ob Gladbachs Fans so lange in England verweilen können? Wer nicht verweilen sollte: Der Starkregen! Soll sich lieber in den Tropen austoben.

Wie war es denn mit Stark-regen in München?

Was für eine Frage. Wir haben doch grad Hochsommer in Deutschland. Nicht einmal ein kleines Tröpfchen, das sich aus den Tropen hierher verirrt hatte. Stattdessen gab es Fußball. Erfolgreichen Fußball. Der Deutsche Meister startete standesgemäß, wobei die Treffer nicht wie aus heiterem Himmel fielen. Die Bayern hatten viel Ballbesitz und schon bis zur Pause die Weichen auf Sieg gestellt. Robert Lewandowski per Foulelfmeter und Sturmpartner Thomas Müller (45.+2) besorgten den Pausenstand. Von den Fans besonders gefeiert: Müller, der am Dienstag 27 Jahre alt wurde und vor dem Spiel das übliche Geburtstagsständchen von den Kollegen bekam. Nach dem Wechsel machten Joshua Kimmich (53., 60.) und Juan Bernat (90.) alles klar.

Wer war der Mann des Champions-League-Abends?

Es gibt zwei. Lionel Messi vom FC Barcelona fiel nicht nur wegen seiner frisch blondierten Haare, sondern vor allem wegen seiner drei Tore beim 7:0 gegen Celtic Glasgow auf. Genauso bemerkenswert allerdings war die Leistung von Bayerns Joshua Kimmich. Nachdem der 21-Jährige gegen Norwegen sein erstes Länderspiel- und gegen Schalke sein erstes Bundesliga-Tor geschossen hatte, gelangen ihm nun seine ersten Treffer in der Königsklasse. Fast so unheimlich wie der Himmel am Dienstag über dem Etihad Stadium in Manchester.

Standen noch weitere deutsche Nationalspieler im Blickpunkt?

Ja. Seinen Einstand in der Königsklasse für Arsenal London dürfte sich der aus dem nordhessischen Bebra stammende Shkodran Mustafi allerdings etwas anders vorgestellt haben. Beim Gegentor von Cavani zum 0:1 in der ersten Minute war der Verteidiger irgendwo, aber eben nicht beim gefährlichen Pariser Stürmer. Er machte seinen Fehler nicht wett, Torwart Marc-André ter Stegen vom FC Barcelona indes schon. Der Schlussmann hielt einen Elfmeter von Glasgows Moussa Dembélé, den er zuvor selbst verursacht hatte. Er hatte bei nur leichter Bewölkung am Mittelmeer auch beste Sicht auf den Schützen.

Von Frank Ziemke und Björn Mahr

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.