Rückschlag für Kiel: Niederlage in Magdeburg

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Kiels Patrick Wiencek war nach der Niederlage in Magdeburg bedient. Foto: Jens Wolf

War es das schon im Titelkampf? Der THW Kiel hat in der Handball-Bundesliga beim SC Magdeburg verloren. So können die Rhein-Neckar Löwen ihren Vorsprung halten. Erster Verfolger ist die SG Flensburg-Handewitt.

Leipzig (dpa) - DHB-Pokalsieger SC Magdeburg hat dem THW Kiel die vierte Saisonniederlage in der Handball-Bundesliga beigebracht und damit wohl für eine Vorentscheidung im Kampf um die deutsche Meisterschaft gesorgt.

Der Tabellenzehnte gewann dank eines parierten Siebenmeters von Torhüter Dario Quenstedt in der letzten Aktion des Spiels mit 29:28 (12:15) gegen den Titelverteidiger und deutschen Rekordmeister.

Vier Tage vor dem Nordgipfel gegen die SG Flensburg-Handewitt verloren die Kieler auch den zweiten Platz an den Erzrivalen. Das Team von Trainer Ljubomir Vranjes siegte unerwartet deutlich beim Tabellenvierten MT Melsungen mit 32:25 (19:14). Die Flensburger sind mit einem Minuspunkt mehr erster Verfolger von Spitzenreiter Rhein-Neckar Löwen.

Kiel konnte die jüngste Niederlage des Tabellenersten bei den Füchsen Berlin nicht nutzen und liegt zwei Minuspunkte hinter den Mannheimern. Flensburg und Kiel haben ein Spiel weniger absolviert als die Rhein-Neckar Löwen. Die Mannheimer verteidigten ihre Tabellenführung durch einen 30:21 (13:10)-Erfolg beim SC DHfK Leipzig.

"Es ist nicht einfach, in Magdeburg zu spielen. Magdeburg ist eine gute Mannschaft, das haben wir selber erfahren", sagte Vranjes im Fernsehsender Sport1. Sein Team hatte das Pokalfinale gegen die Magdeburger verloren und auch in der Bundesliga einen Punkt abgegeben.

"Wir haben ein paar Fehler zu viel gemacht", meinte Kiels Trainer Alfred Gislason zur Niederlage bei seinem früheren Club. Beim ersten Sieg gegen Kiel seit 945 Tagen warf Michael Damgaard vor 7148 Zuschauern neun Tore für Magdeburg. Für die Kieler traf der starke Domagoj Duvnjak siebenmal.

Frisch Auf Göppingen gewann die Generalprobe für das Endrundenturnier um den EHF-Pokal am Wochenende mit 35:26 (17:16) gegen den TVB Stuttgart. Die Füchse Berlin unterlagen bei der TSV Hannover-Burgdorf mit 22:25 (11:11). Im Kampf gegen Abstieg kam der Bergische HC bei einem direkten Mitkonkurrenten um den Klassenverbleib zu einem 27:26 (16:14) gegen TuS N-Lübbecke und hat nun fünf Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Die HSG Wetzlar feierte einen deutlichen 29:22 (16:12)-Erfolg gegen den TBV Lemgo.

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