Vorrundenspiele am Ort der Reaktor-Katastrophe?

Tokio 2020: Olympia-Baseballer sollen in Fukushima spielen

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Im September 2013 verkündete IOC-Präsident Jacques Rogge Tokio als Austragungsort von Olympia 2020

Tokio - Das hatten sich die Baseballer womöglich anders vorgestellt: Wenn ihre Sportart 2020 wieder olympisch wird, sollen die Vorrundenspiele in Fukushima ausgetragen werden.

Die Organisatoren der Olympischen Spiele 2020 wollen einen Teil des Baseballturniers in Fukushima austragen lassen. Das Tokio-OK will die nach einem Tsunami von einer Reaktorkatastrophe betroffene Region mit dieser Entscheidung unterstützen, teilte Sprecherin Hikariko Ono mit.

IOC muss noch zustimmen

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) muss allerdings noch seine Zustimmung zu den Plänen geben, dies soll im Dezember geschehen. Baseball kehrt nach zwölf Jahren ins Programm zurück, 2020 soll die Vorrunde in Fukushima ausgespielt werden. Die Stadt verfügt über zwei Stadien mit jeweils 30.000 Plätzen.

2013 hatte Tokio den Zuschlag erhalten und dabei Madrid und Istanbul ausgestochen. Dass die verstrahlte Ruine des Atomreaktors von Fukushima nur 240 Kilometer Luftlinie entfernt liegt, hatte die IOC-Mitglieder bei der Vergabe in Buenos Aires nicht abgeschreckt. 

Im Akw Fukushima war infolge eines schweren Erdbebens und eines Tsunami am 11. März 2011 das Kühlsystem ausgefallen, woraufhin sich in mehreren Reaktoren eine Kernschmelze ereignete. Erst kürzlich war bekannt geworden, dass der Abriss der Reaktorruine von Fukushima deutlich teurer wird, als ursprünglich geplant.

sid/AFP/fn

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