TV-Kritik: Scholls Schluckauf im Gehirn

ARD-Experte Mehmet Scholl hat Größe bewiesen und ist sich selbst treu geblieben. Eine TV-Kritik.

Was hatte Mehmet Scholl nicht für Wirbel gesorgt mit seiner Kritik an Joachim Löws Aufstellung im Viertelfinale gegen die Italiener.Hatte die Umstellung auf eine Dreierkette kritisiert und Löws Tatikflüsterer Urs Siegenthaler und seine „Konsorten“ angefahren. Siegenthaler „möge bitte seinen Job machen, morgens liegen bleiben, die anderen zum Training gehen lassen und nicht mit irgendwelchen Ideen kommen“.

Eine Steilvorlage für Moderator Matthias Opdenhövel, der Scholl gestern deshalb gleich mal fragte, ob er 480 Liter Wasser getrunken habe, um sich zu beruhigen. Hatte Scholl. Denn nach neuerlichem Studium der Sequenzen bewies er Größe und entschuldigte sich bei Siegenthaler. „Den flapsigen Spruch hätte ich mir schenken können, der war nicht angebracht.“ Er schaue die Nationalelf immer mit viel Emtionen und bekomme deshalb „Gehirnschluckauf“.

In Sachen Taktikanalyse aber blieb sich Scholl treu. „Alles, was ich zum Thema Analyse und Beratung gesagt habe, sehe ich Tage später genauso.“ Das passt zu Scholl, das spricht für Scholl. Er steht für klare Positionen, auch wenn die vielleicht nicht immer der mehrheitlichen Meinung entsprechen.

Damit ist zum Thema aber nun auch alles gesagt. Und wir machen es wie Scholl am Ende und sagen: Deckel drauf.

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