Tschechien, Kanada, USA und Russland im WM-Halbfinale

Der tschechische Routinier Jaromir Jagr (r) bewies erneut seine Extraklasse. Foto: Filip Singer
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Der tschechische Routinier Jaromir Jagr (r) bewies erneut seine Extraklasse. Foto: Filip Singer
Die Kanadier um Superstar Sidney Crosby (Nr. 87) feierten einen Kantersieg. Foto: Filip Singer
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Die Kanadier um Superstar Sidney Crosby (Nr. 87) feierten einen Kantersieg. Foto: Filip Singer
Die USA setzten sich im Viertelfinale gegen die Schweiz durch. Foto: Armando Babani
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Die USA setzten sich im Viertelfinale gegen die Schweiz durch. Foto: Armando Babani
Superstar Jewgeni Malkin (M.) erzielte zwei Treffer beim russischen Sieg. Foto: Armando Babani
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Superstar Jewgeni Malkin (M.) erzielte zwei Treffer beim russischen Sieg. Foto: Armando Babani
Die WM-Spiele in Tschechien lockten viele Zuschauer. Foto: Salvatore Di Nolfi
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Die WM-Spiele in Tschechien lockten viele Zuschauer. Foto: Salvatore Di Nolfi

Kanada ist bei der Eishockey-WM weiterhin nicht zu stoppen. Am Samstag spielt der Top-Favorit im Halbfinale gegen Gastgeber Tschechien. Zudem treten die USA gegen Russland an. Grund zum Jubeln haben auch die Organisatoren: Der Zuschauer-Rekord gebrochen.

Prag (dpa) - Kanadas Eishockey-Show wurde im WM-Viertelfinale nur noch von einem getoppt: Jaromir Jagr. Der tschechische Volksheld schoss den WM-Gastgeber beim 5:3 (1:1, 2:1, 2:1) über Finnland ins Halbfinale.

Dort kommt es am Samstag in Prag zum Duell gegen den Top-Favoriten Kanada, der Weißrussland mit 9:0 (4:0, 2:0, 3:0) vom Eis fegte. Außerdem spielen die USA gegen Russland. Mit seinem zweiten Tor und dem sechsten WM-Treffer überhaupt versetzte der inzwischen 43 Jahre alte Jagr das Publikum in Prag in Ekstase, als er am Abend gegen Finnland viereinhalb Minuten vor dem Ende das vorentscheidende 4:3 erzielte. Immer wieder hallte es "Ja-ro-mir, Ja-ro-mir" durch die O2-Arena. Der Sieg war zugleich eine erfolgreiche Revanche für das finnische 3:0 vor einem Jahr im WM-Halbfinale von Minsk.

Am Samstag (15.15 Uhr) wird es nun aber schwer. Kanada verpasste gegen Weißrussland nur knapp den Rekord zum höchsten Viertelfinal-Sieg bei einer Weltmeisterschaft. 1994 hatte Finnland Österreich mit 10:0 bezwungen. Der bislang 24-malige Weltmeister Kanada landete seinen achten Sieg im achten Spiel und schoss dabei bereits insgesamt 58 Tore. "Ich finde, es war großartig", meinte der zweifache Torschütze Ryan O'Reilly von der Colorado Avalanche. Tyler Seguin traf gar dreimal.

In Ostrau schoss Jewgeni Malkin Titelverteidiger Russland beim 5:3 (2:0, 1:1, 2:2) gegen Schweden ins Halbfinale. Wie Jagr traf auch NHL-Star Malkin von den Pittsburgh Penguins zweimal und erzielte ebenfalls das vorentscheidende 4:3 nur 26 Sekunden nach dem zwischenzeitlichen schwedischen Ausgleich durch Loui Eriksson (55.) im Schlussdrittel. In einem hochklassigen Viertelfinale hatte Rekord-Weltmeister Russland bereits 3:0 geführt.

Zum Halbfinale gegen die USA am Samstag (19.15 Uhr/Sport 1) kommt nun noch einmal Verstärkung. Nach dem NHL-Playoff-Aus der Washington Capitals fliegt Star-Stürmer Alexander Owetschkin nach Prag. Die USA nahmen zuvor beim 3:1 (0:1, 2:0, 1:0) in Ostrau erfolgreich Revanche an der Schweiz für die Halbfinal-Pleite vor zwei Jahren in Stockholm.

Schon die ersten beiden Viertelfinals bescherten den Organisatoren vorzeitig einen Zuschauer-Rekord bei der WM. Am Nachmittag teilten die Organisatoren die bisherige Zuschauerzahl von insgesamt 652 348 mit. Dafür waren bislang lediglich 58 Partien in Prag und Ostrau notwendig. Im vergangenen Jahr in Minsk waren in 64 Spielen 640 044 Fans gekommen. Ziel sei es nun, bis zum Finale am Sonntag in Prag die Marke von 700 000 Zuschauern zu erreichen.

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