Frust bei Springreiterin, Hochspringer im Pech

Die vor-olympischen Geschichten des Wochenendes: Höhenflug und Komposition

Erstmals über zwei Meter: Hochsprinterin Marie-Laurence Jungfleisch zählt plötzlich zu den Medaillenkandidatinnen für Rio. dpa

Die letzten Olympiateilnehmer sind nominiert, zwei Deutsche zählen plötzlich zu den Medaillenkandidaten, einer hat ganz viel Pech und ein Jahrhundertsportler gibt den Sänger: Die vor-olympischen Geschichten des Wochenendes handeln von...

Nur Ersatzfrau: Springreiterin Meredith Michaels-Beerbaum.

... einer frustrierten Springreiterin: Nach Rio will und wird sie reisen. Allerdings nur als Ersatzfrau. Springreiterin Meredith Michaels-Beerbaum gehört nicht zum Quartett Ludger Beerbaum, Christian Ahlmann, Daniel Deußer und Marcus Ehning, das Bundestrainer Otto Becker bei Olympia in den Parcours schickt. „Wir sind unheimlich enttäuscht“, sagt sie. Ihr Mann Markus Beerbaum gibt zu: „Der Schreck sitzt noch tief.“ Warum sich Becker gegen sie entschied? Kleinigkeiten hätten den Ausschlag gegeben.

... einem Tischtennis-Star, der sich zurückmeldet:  Es geht doch noch: Timo Boll hat sich rechtzeitig vor Olympia eindrucksvoll zurückgemeldet. Viermal gespielt, viermal gewonnen, Turniersieg – so lautete seine Ausbeute beim Internationalen Testturnier in Hamm. Das gibt Aufwind für Rio. Denn nach einer Knie-OP und mehreren Erkrankungen ist er auf Weltranglisten-Position 14 abgerutscht. Mit seinen nunmehr 35 Jahren ist er auch nicht mehr der Allerjüngste. Aber ein fitter Boll dürfte am Zuckerhut dem einen oder anderen chinesischen Kontrahenten im Kampf ums Edelmetall noch das Fürchten lehren. Zumal er ankündigt: „Ich hoffe, dass ich bis Rio noch eine Schippe drauflegen kann.“

... einer Hochspringerin im Höhenflug: Deutsche Serienmeisterin ist sie ja schon. Nun aber hat Hochspringerin Marie-Laurence Jungfleisch einen ganz besonderen Sprung hingelegt. Sie hat beim Internationalen Hochsprung-Meeting in Eberstadt erstmals die magische 2,00-Meter-Marke geknackt. Das gibt jede Menge Aufwind. Selbstbwusst kündigt die 25-Jährige schon mal an: „Das war wohl der perfekte Sprung. Ja, ich denke auch an eine Medaille bei Olympia.“ Warum auch nicht? Sie liegt nun auf Rang sechs der ewigen deutschen Bestenliste. Und weltweit sprang in dieser Saison nur Chaunté Lowe höher (2,01 m).

.... einem Hochspringer im Riesenpech:  Er war der bislang erfolgreichste Hochspringer des Jahres. Mit 2,39 Meter hat der Italiener Gianmarco Tamberi gerade erst beim Diamond-League-Meeting in Pavia die komplette Weltelite düpiert, als er sich beim Sprung über 2,41 m verletzt. Die Diagnose: Bänderverletzung im Knöchel, vier Monate Pause, Olympia-Aus. „Weckt mich aus diesem Alptraum. Gebt mir meinen Traum zurück. Auf Wiedersehen Rio“, schreibt er. Wir leiden mit.

Ob er auch die Nummer eins der Charts wird? Pele.

... einem singenden Jahrhundert-Fußballer: Der Sport-König Brasiliens ist er ja bereits. Nun will Pelé auch zum König der Charts werden. Der 75-Jährige hat jetzt mal eben seine eigene Olympia-Hymne veröffentlicht. Die Tageszeitung O Globo schreibt, der dreimalige Weltmeister habe Text und Musik zu „Esperança“ (Hoffnung) sogar selbst komponiert. Den Song gibt’s bei Streaming-Diensten zu hören. Bei Youtube ist er noch nicht aufgetaucht. Ein wahrer Tausendsassa, dieser Pelé.

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