Woods schwächelt und kann Einladungsturnier abschreiben

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Tiger Woods konnte seinen guten Auftakt nicht bestätigen. Foto: Pete Marovich

Mit einem guten Golftag meldete sich Tiger Woods nach langer Formkrise in Runde zwei des Turniers in Virginia zurück. Wie wenig Konstanz der ehemalige Branchenprimus in seinem Spiel hat, zeigte sich bei der enttäuschenden 74er-Runde danach.

Gainesville (dpa) - Die Hoffnung von Golfstar Tiger Woods auf ein Ende seiner Formkrise ist schnell wieder geplatzt. Nach zwei starken Runden bei seinem eigenen Turnier in Gainesville stürzte der 39 Jahre alte Amerikaner um 37 Plätze auf Rang 42 ab.

Woods benötigte auf seiner dritten Runde auf dem Par-71-Kurs im US-Bundesstaat Virginia 74 Schläge und verabschiedete sich damit aus dem Rennen um den Turniersieg. Mit insgesamt 208 Schlägen liegt er neun Versuche hinter den Führenden Troy Merritt und Kevin Chappell (beide USA).

Merritt verbesserte sich durch eine Rekordrunde von 61 Schlägen im Robert Trent Jones Golf Club auf den geteilten ersten Platz. Und dabei hatte der Amerikaner zuvor fünf Halbzeit-Cuts nacheinander verpasst. Ihm gelangen elf Birdies - Woods nur zwei. Er selbst sei nach dem guten Auftakt ziemlich überrascht, räumte der 14-malige Majorchampion ein: "Ja schon ein bisschen. Ich habe auf den einen Moment gewartet, den einen Schlag, aber er kam nicht."

Zweimal landeten seine Bälle im Wasser, am elften Loch führte das sogar zum Doppel-Bogey (zwei über Platzstandard). An der 18. Bahn konnte Woods mit einer exzellenten Annäherung noch das Bogey retten. Sein Ball lag im höheren Gras direkt an den Zuschauer-Tribünen, er musste zudem einen Bunker überwinden. Mit einem mutigen Schlag manövrierte er den Ball unter dem Beifall der Fans fast direkt an die Fahne und beendete den Golf-Tag zumindest mit einem Lächeln. Und das bei einem Bogey.

Aber es lief einfach kaum etwas zusammen bei der Nummer 266 der Welt: Vom Abschlag traf er kaum ein Fairway, die Birdie-Chancen nutzte er nicht, weil die Putts nicht fielen. Damit ist klar, dass sich Woods nicht für das WGC-Einladungsturnier Bridgestone Invitational in der nächsten Woche qualifiziert hat. Nur der Sieg hätte gereicht. Es wird ihn schmerzen, zumal er die Veranstaltung mit den 60 Weltbesten achtmal gewonnen hat.

Nach seiner 66 in Runde zwei hatte Woods noch hoffnungsfroh geklungen: "Ich habe das Gefühl, dass ich immer noch mithalten und gewinnen kann. Vor anderthalb Jahren habe ich fünf Mal gewonnen. Und es ist nicht so lang her, dass ich Spieler des Jahres war."

Nun werden die Diskussionen um seine Arbeit mit dem jungen Coach Chris Como wieder losgehen. Anfang der Woche gab es sogar Gerüchte, sie hätten sich getrennt. Woods mahnt immer wieder zu Geduld: Er habe eine schwere Rückenverletzung und eine Schwungumstellung hinter sich.

Wenn er sich aber in dieser wackeligen Verfassung beim vierten Major des Jahres, der PGA Championship, Mitte August präsentiert, ist die Saison für ihn vorbei. Es ist seine letzte Chance, noch in die Playoffs zu rutschen. 125 Spieler sind dabei, im Moment rangiert er im FedEx-Cup auf Position 197.

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