Sie brauchte dringend Geld

22-Jährige inszeniert eigene Entführung

Santo Domingo - Eine 22-Jährige aus Spanien hat ihre eigene Entführung inszeniert, um von ihrem Vater Geld zu erpressen. Mit den 6000 Euro wollte sie sich einen Traum erfüllen.

Um an Geld für ihren Traumberuf als Sängerin zu gelangen, hat eine junge Spanierin in der Dominikanischen Republik ihre eigene Entführung inszeniert. Laut Polizeiangaben vom Freitag war die 22-Jährige vor einer Woche nach Santo Domingo geflogen, ohne ihrer Familie Bescheid zu sagen, und traf sich dort mit einem Mann, den sie im Internet kennengelernt hatte. Am Tag nach der Ankunft erhielt ihr Vater einen Anruf im heimischen Katalonien, in dem ihm der Mann mit südamerikanischem Akzent sagte, seine Tochter sei entführt worden.

Im Hintergrund habe der Vater seine Tochter weinen gehört, teilte die Polizei mit. Der vermeintliche Kidnapper meldete sich dann drei Tage später wieder und forderte 6000 Euro Lösegeld. Die von dem Vater eingeschaltete spanische Polizei konnte den 23-jährigen Mann, zu dem die junge Frau gereist war, jedoch rasch im Internet ausfindig machen und schaltete die Behörden in der Dominikanischen Republik ein. Diese knöpften sich wiederum das Paar vor, das die erfundene Entführung gestand.

Bei ihrer Ankunft in Madrid wurde die 22-Jährige am Donnerstag festgenommen. Sie muss sich nun wegen Erpressung und Vortäuschung eines Verbrechens verantworten. Von ihrem eigentlichen Ziel hat sie sich damit weit entfernt: Nach Polizeiangaben wollte die junge Frau mithilfe des Lösegelds ein Musikalbum aufnehmen.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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