In großen Umfang potenzsteigernde Mittel eingenommen

81-Jähriger bestreitet Vergewaltigung seiner sechsten Ehefrau

Frankfurt. Ein 81-Jähriger soll seine sechste Ehefrau vergewaltigt haben und ist deshalb vor dem Frankfurter Amtsgericht angeklagt.

Im Prozess bestritt der Mann am Dienstag den Vorwurf der zweifachen Vergewaltigung jedoch energisch und bezichtigte seine zehn Jahre jüngere Frau der Falschaussage.

Ihr Mann habe im großen Umfang potenzsteigernde Mittel eingenommen und danach zweimal mit Nachdruck Geschlechtsverkehr eingefordert, sagte die 71-Jährige im Zeugenstand. Als sie sich beim zweiten Mal energisch widersetzt habe, sei sie von dem 81-Jährigen aus dem Haus geprügelt worden und habe im Hotel übernachten müssen. Vorher sei es wegen des übersteigerten sexuellen Interesses ihres Mannes bereits mehrfach zu Auseinandersetzungen gekommen.

Das Paar aus dem südhessischen Königstein im Taunus kennt sich inzwischen seit elf Jahren, hatte aber erst wenige Monate vor den angeklagten Taten im Oktober 2013 geheiratet. In der Zeugenvernehmung der Frau ging es auch um zwei Zivilprozesse. Darin hatte der Mann, ein als sehr vermögend geltender ehemaliger Unternehmer, mehr als 100.000 Euro und Goldbarren von der Frau zurückgefordert.

Weil einige der zwölf geladenen Zeugen am ersten Verhandlungstag des Vergewaltigungsprozesses verhindert waren, musste das Gericht einen weiteren Termin festlegen. (lhe)

Rubriklistenbild: © dpa-tmn

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