Mann in U-Haft

Amokfahrer von Graz fühlte sich verfolgt

+
Graz trauert um die Opfer der Amokfahrt.

Graz - Der Amokfahrer von Graz sitzt nun in Untersuchungshaft. Der 26-Jährige hatte laut Behörden bei den jüngsten Vernehmungen angegeben, er habe sich verfolgt gefühlt.

Für eine etwaige Einweisung in eine psychiatrische Klinik seien noch weitere Untersuchungen nötig, teilte die Staatsanwaltschaft Graz am Dienstag mit. Der 26-Jährige habe ausgesagt, er habe sich verfolgt gefühlt, ansonsten aber "wirre Angaben" gemacht oder geschwiegen, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA.

Der Mann war am Samstag teils mit Tempo 100 in der Grazer Innenstadt in Fußgänger gerast. Drei Menschen starben, darunter ein vierjähriger Junge. 36 Passanten wurden verletzt. Zwei Menschen schweben noch in Lebensgefahr.

Den Ermittlungen zufolge war der Lastwagenfahrer zuvor wegen häuslicher Gewalt aufgefallen und durfte vorübergehend die Wohnung seiner Familie nicht betreten. Schon vor einigen Monaten sei ihm der Waffenschein entzogen worden, teilte die Polizei am Dienstag weiter mit. Seine halbautomatische Waffe sei konfisziert worden.

So wird die Tat rekonstruiert

Die Ermittler wollen zur Aufklärung und Rekonstruktion des Geschehens etwa 150 Zeugen befragen. Außerdem sollen die Aufzeichnungen von 30 bis 35 Kameras ausgewertet werden. Eines der drei Todesopfer wurde laut Polizei noch nicht identifiziert. Es handelt sich um eine 25 bis 30 Jahre alte Frau, die keinen Ausweis bei sich hatte. Am kommenden Sonntag soll ein Trauerzug mit Gedenkakt an die Opfer erinnern.

dpa/afp

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren: Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.