Nach 30 Jahren wieder Glück

Anschlag von Paris:  Italiener überlebt bereits zweites Unglück

Paris - Doppeltes Glück im Unglück für Massimiliano Natalucci: Der Italiener hat nach Angaben seiner Familie nicht nur den Anschlag auf die Pariser Konzerthalle Bataclan knapp überlebt, sondern vor über 30 Jahren bereits das Unglück im Heysel-Stadion in Brüssel.

Wie die italienische Zeitung "Corriere Adriatico" berichtete, konnte der heute 45-jährige Natalucci während des Attentats und der Geiselnahme im Bataclan in der Nacht zum Samstag fliehen und trug nur einige Kratzer am Bein davon.

Natalucci war mit einem Freund bei dem Konzert der US-Band Eagles of Death. Der Freund überlebte den Anschlag ebenfalls, musste aber operiert werden. "Die Terroristen waren die ganze Zeit nur drei Meter von ihnen entfernt", sagte der Vater des Italieners der Zeitung. Allein im Bataclan waren am Freitagabend und in der Nacht zum Samstag fast 90 Menschen getötet worden. Mehrere Attentäter hatten in Paris sechs verschiedene Orte angegriffen.

Alle Informationen zur aktuellen Lage nach den Anschlägen in Paris gibt es in unserem News-Ticker.

Als Jugendlicher überlebte er Unglück in Brüssel

Als 15-Jähriger überlebte Natalucci die Stadion-Katastrophe von Brüssel unverletzt. Ende Mai 1985 waren dort 39 Menschen ums Leben gekommen, unter ihnen vor allem Italiener. Vor dem Europapokal-Finale von FC Liverpool gegen JuventusTurin kam es zu Auseinandersetzungen der Fans, bei denen englische Hooligans die Absperrgitter zwischen den Blocks durchbrachen und die Italiener gegen eine Stadionwand drängten. Unter dem Druck brach die Wand zusammen und begrub etliche Fans. Bei der anschließenden Massenpanik gab es weitere Tote und Hunderte Verletzte.

Schutz durch päpstlichen Segen?

Natalucci war damals mit seinem Vater und seinem Onkel im Stadion. Seine Schwester Federica hat eine entschiedene Theorie, weshalb ihr Bruder so viel Glück hat: Als er acht Jahre alt war, bekam er in Rom einen Kuss von Papst Johannes Paul II. - dieser habe ihn bei beiden Katastrophen beschützt.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa

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