2500 Euro Strafe

Bäcker verkauft Potenzmittel in seinem Laden

Frankfurt/Main - Ein Lebensmittelkontrolleur macht eine überraschende Entdeckung in einer Bäckerei: neben Brötchen verkaufte der Inhaber Potenzmittel an seine Kunden. Nun muss er zahlen.

Weil er in seiner Bäckerei-Filiale unerlaubte Potenzmittel verkaufsfertig gelagert hat, muss ein Geschäftsmann 2500 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen. Im Gegenzug wurde das Strafverfahren gegen den 39-Jährigen am Dienstag vom Amtsgericht Frankfurt „wegen geringer Schuld“ eingestellt.

Ein Lebensmittelkontrolleur hatte in der Bäckerei-Filiale in Frankfurt unter der Verkaufstheke und dem Brötchenregal rund 4,5 Kilogramm türkische Mittel zur Potenzsteigerung in Tabletten- und Pulverform sichergestellt. Die Mittel sind in Deutschland nicht erlaubt. Dem Kontrolleur sagte der Geschäftsmann, er habe immer wieder die Mittel an Kunden verkauft. Vor Gericht äußerte er sich nicht mehr zu den Vorwürfen. Weil er vor seiner Aussage möglicherweise von dem Kontrolleur nicht ordnungsgemäß über seine Rechte als Beschuldigter belehrt worden war, sah das Gericht Schwierigkeiten bei der Beweisführung und regte die Einstellung des Verfahrens an.

Der Kontrolleur gab im Zeugenstand an, in der Backfiliale schon vor zwei Jahren Potenzmittel gefunden zu haben. „Sie sind ein Bäckereiverkäufer und kein Apotheker“, habe er deshalb dem Geschäftsmann gesagt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa-tmn

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.