Bandido-Mitglied soll wegen versuchten Mordes vor Gericht

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Bandidos und Hells Angels liefern sich seit Monaten einen regelrechten Straßenkrieg.

Erfurt - Gegen ein Mitglied der Rockerbande Bandidos hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen versuchten Mordes aufgenommen. Er soll einen Menschen niedergestochen haben.

Insgesamt sind fünf Bandidos angeklagt, wie Gerichtssprecherin Barbara Bailly am Freitag mitteilte. Die “Thüringer Allgemeine“ berichtete, Auslöser der Ermittlungen seien Messerstechereien vor einer Diskothek und einer Spielhalle in Weimar gewesen.

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Ein Vorwurf ist auch die Bildung einer kriminellen Vereinigung, weshalb die Staatsanwaltschaft die Anklage zunächst beim Staatsschutzsenat des Landgerichts Gera einreichte. Das Gericht bewertete Bailly zufolge eine Gewalttat aber nicht wie die Staatsanwaltschaft als schwere Körperverletzung, sondern als versuchten Mord. Deshalb wurde die Anklage an die für solche Delikte zuständige Schwurgerichtskammer in Erfurt weiter geleitet. Das Gericht habe noch nicht entschieden, ob es die Anklage annehme, bestätigte die Sprecherin. Bei einem der Angeklagten handelt es sich der Zeitung zufolge um den “Präsidenten“ der Weimarer Bandidos. Immer wieder sorgten Auseinandersetzungen zwischen Bandidos und den rivalisierenden Hells Angels für Aufsehen. Im Ruhrgebiet kam es Ende Oktober zu schweren Krawallen der verfeindeten Rocker.

In einigen Bundesländern liefern sie sich seit geraumer Zeit einen regelrechten Bandenkrieg, bei dem immer wieder Mitglieder schwer verletzt werden oder sterben. Die Polizei geht bei den Rockerfehden davon aus, dass es sich um einen Kampf um Marktanteile möglicherweise im Rotlichtmilieu oder im Rauschgifthandel handelt.

AP

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