Fischerei

Beim Dorschkauf auf Herkunft und Siegel achten

+
In Luxemburg verhandeln die Fischereiminister der EU-Staaten über eine Fangquote für die Ostsee. Foto: Markus Scholz

Dem Dorsch in der westlichen Ostsee geht es schlecht. Dem Kabeljau in der Nordsee nicht besser. Wer diesen Fisch auf den Tisch bringt, sollte sich vorher schlau machen.

Hamburg (dpa/tmn) - Wer Dorsch essen oder ihn zu Hause Gästen servieren möchte, sollte genau auf die Herkunft und auf Gütesiegel auf der Packung achten oder den Fischverkäufer danach fragen.

In der Ostsee heißt der Fisch Dorsch, in der Nordsee ist es der Kabeljau - im Prinzip der gleiche Fisch, wie Britta König von der Umweltstiftung WWF in Hamburg sagt. "Generell ist der Kabeljau aber derzeit nicht ganz so gefährdet wie der Dorsch", sagt sie. Besonders stark gefährdet sei der Dorsch in der westlichen Ostsee - auf Fische aus diesem Fanggebiet sollten Verbraucher besser ganz verzichten.

In der östlichen Ostsee sehe es etwas besser aus, sagt König. "Normalerweise empfehlen wir ja, möglichst Produkte direkt aus der Region zu wählen - aber in diesem Fall gilt das nicht."

Generell empfiehlt die WWF-Fischexpertin, beim Kauf von Speisefisch auf das MSC-Siegel zu achten. MSC steht für Marine Stewardship Council und kennzeichnet Wildfisch aus bestands- und umweltschonender Fischerei. Und wer ohne schlechtes Gewissen Fisch essen möchte, wählt idealerweise Heringe und Sprotten aus Nord- und Ostsee. Alternativen seien auch europäische Karpfen und Bio-Forellen aus einer Aquakultur.

Schlagworte zu diesem Artikel

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.