Bisher kamen 300.000 Besucher

Bergfest beim Hessentag in Herborn – Ansturm am Wochenende erwartet

Blick aus dem Riesenrad auf den Hessentag: Aus den Gondeln gibt es einen guten Überblick über einen Teil des Festgeländes am Ufer der Dill und der Altstadt (dahinter) Das Landesfest geht noch bis zum 29. Mai. Foto: dpa

Herborn. Knapp 300.000 Menschen sind bislang zum Hessentag nach Herborn gekommen – trotz teils durchwachsenen Wetters.

„Wir sind äußerst zufrieden. Es läuft derzeit alles nach Plan. Und die Wetterprognosen für das Wochenende sind auch wieder besser“, sagte Jörg Kring, der Hessentagsbeauftragte der Stadt Herborn, gestern kurz vor der Halbzeit des Landesfestes.

Zum Auftakt am Freitag hatte sich das Wetter noch von seiner freundlichen Seite gezeigt, am Dienstag war es dagegen grau und regnerisch. „Die Besucher kommen trotzdem“, sagte Kring. Es gebe ja genügend überdachte Veranstaltungen. Bis zum Ende des Hessentages am 29. Mai erwartet die Stadt 800 000 Gäste. Es gebe keinen Grund daran zu zweifeln, diese Zahl auch zu erreichen.

Die Veranstalter gingen davon aus, dass der anstehende Feiertag und das lange Wochenende weitere zahlreiche Menschen in die mittelhessische Stadt locken wird. Das zweite Hessentags-Wochenende sei in der Vergangenheit immer das stärkere gewesen, hieß es aus dem Hessentagsbüro der Staatskanzlei.

Zu den gestrigen Programmpunkten gehörten öffentliche Sitzungen der Landtagsfraktionen sowie der Landfrauentag. „Die Landfrauen sind mit über 50 000 Mitgliedern eine starke Stimme in Hessen“, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) bei dem Verbandstreffen.

Zudem war für den Abend wieder viel Musik geplant: Das hr-Fernsehen etwa lud zu Volksmusik mit Heino, Stefanie Hertel oder den Wildecker Herzbuben. Zum Festzelt-Konzert von Popsängerin Sarah Connor wurden etwa 4000 Fans erwartet.

Innenminister Peter Beuth (CDU) äußerte sich am Rande der Veranstaltung zur Sicherheitslage bei einer Großveranstaltung wie dem Hessentag. „Die Besucher des Hessentages können sich sicher fühlen“, sagte Beuth. Aber man stünde beim Thema Terrorismus vor großen Herausforderungen. „Was in Brüssel und Paris passiert ist, kann auch in Deutschland passieren“, sagte der Innenminister. Für den Hessentag gebe es darüber hinaus ein umfassendes Sicherheitskonzept, das der aktuellen Lage angepasst ist.

App navigiert durch Hessentag

• Besucher haben die Wahl zwischen 1000, meist kostenfreien Veranstaltungen. Tickets für Konzerte und Partys gibt es auf www.hessentag2016.de. Wer Infos rund um das Landesfest griffbereit haben will, kann sich die kostenlose Hessentags-App fürs Smartphone in Online-Stores besorgen. Die Veranstaltungsorte konzentrieren sich auf drei Bereiche: die Altstadt sowie die Areale „In der Au“ und „Walkmühle“. Direkt am Bahnhof beginnt die Flaniermeile „Hessentags-Straße“.

Anfahrt: Herborn ist Haltepunkt für die Bahnlinien 40 und 99, die die Stadt aus Richtung Frankfurt und Gießen sowie aus Siegen ansteuern. Während des Hessentages sind zusätzliche Verbindungen geplant. Das gilt auch für Buslinien aus dem Umland, die in Herborn stoppen. Die kostenlose "Hessentags-Linie" verbindet den Busbahnhof und die großen Parkplätze mit dem Festgelände. Parken kostet wochentags 5 Euro, am Wochenende und am Feiertag 7 Euro.

Anschauen: Das Programm bietet unter anderem Musik, Sport, Mitmachaktionen, Info-Veranstaltungen verschiedener Behörden, Verbände und Vereine sowie Angebote für Kinder. Auch die Kirchen bieten ein Programm. Zu den Sehenswürdigkeiten Herborns zählt vor allem die historische Fachwerk-Altstadt. (dpa)

Von Carolin Eckenfels

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