Brasiliens Staatschefin empört

Drogen! Indonesien richtet fünf Ausländer hin

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Fünf Hinrichtungen fanden auf der Insel Nusakambangan vor der Südküste der indonesischen Hauptinsel Java statt.

Brasília - Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff hat sich entsetzt über die Hinrichtung eines brasilianischen Drogenhändlers in Indonesien geäußert. In diesem Zusammenhang sind gleich mehrere Hinrichtungen vollstreckt worden.

„Die Vollstreckung der Todesstrafe, die die Weltgemeinschaft immer stärker ablehnt, hat schwere Auswirkungen auf die Beziehungen zwischen unseren Ländern“, sagte Rousseff am Samstag. Sie beorderte Brasiliens Botschafter in Jakarta für Konsultationen zurück nach Hause.

Der verurteilte Drogenhändler Marco Archer Cardoso Moreira (53) war in der Nacht auf Sonntag (Ortszeit) auf der indonesischen Gefängnisinsel Nusakambangan hingerichtet worden. Am Vortag hatte Rousseff in einem Telefonat mit ihrem Kollegen Joko Widodo noch vergeblich um eine Aussetzung der Exekution aus humanitären Gründen gebeten.

Indonesien richtet fünf Ausländer hin

Indonesien hat am Sonntag wegen Drogenvergehen insgesamt sechs Menschen, darunter fünf Ausländer, hingerichtet. Die Verurteilten aus Indonesien, den Niederlanden, Brasilien, Vietnam, Malawi und Nigeria seien kurz nach Mitternacht von Exekutionskommandos erschossen worden, sagte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft, Tony Spontana, der Nachrichtenagentur AFP.

Fünf Hinrichtungen fanden demnach auf der Insel Nusakambangan vor der Südküste der indonesischen Hauptinsel Java statt, wo sich ein Hochsicherheitsgefängnis befindet. Eine weitere Hinrichtung habe es im Bezirk Boyolali im Zentrum von Java gegeben. Es waren die ersten Hinrichtungen, die unter dem neuen Staatschef Joko Widodo vollstreckt wurden, der im Oktober das Amt übernommen hatte.

dpa/afp

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