"Butterpanik" in Norwegen: Kommt die Krise auch zu uns?

+
In Norwegen ist Butter akute Mangelware.

Oslo - In Norwegen geht die Butter aus. 80 Euro pro Kilo (!) werden bereits verlangt. In den Supermärkten sind die Regale leer. Die Polizei geht gegen Schmuggler vor. Kommt die Butterkrise auch zu uns?

Die Butterkrise trifft das Land zur denkbar ungünstigsten Zeit: Nämlich im Advent, wenn auch in Norwegen Plätzchen und anderes Gebäck gefragt sind. Seit Tagen findet man in den Supermärkten keine Butter mehr in den Regalen. Wie der Hauptproduzenten für Milchprodukte, Tine, gegenüber der "Welt" erklärt, fehlen bis zu 1000 Tonnen, um die Nachfrage befriedigen zu können.

Der österreichische "Standard" vermeldet, dass in Norwegen Butter bereits zu Kilopreisen von 80 Euro im Internet gehandelt wird. An der Grenze zu Russland hat die Polizei vor einigen Tagen sogar schon einen Schmuggler mit 90 Kilo Butter festgenommen, der seine Ware offenbar auf dem Schwarzmarkt verkaufen wollte.

Norwegische Medien spekulieren nun, ob die immer beliebter werdende „Low-Carb-Diät“ Schuld an der Butterpanik sei. Bei dieser Diät werden Kohlenhydrate durch Fette und Proteine ersetzt.

Butter-Produzent Tine hat aber einen anderen Grund für die Krise: ausgemacht: Nämlich den verregneten Sommer und die damit verbundene schlechte Qualität des Futters. Die wirke sich negativ auf die Milchproduktion aus, sagte Tine-Sprecher Lars Galtung dem Schweizer TV-Sender "SF".

Im Gegensatz zu Deutschland , das der größte Exporteur von Milchprodukten in der EU ist, produzierte Norwegen Butter bislang praktisch nur für den Eigengebrauch. Wenn uns derzeit auch die Euro-Krise schlaflose Nächte bereitet: Eine Butterkrise kommt auf uns Deutsche wohl nicht zu. Also können wir gelassen weiter unsere Plätzchen genießen.

fro

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren: Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.