Empörung über Satire-Blatt

"Charlie Hebdo" verhöhnt Opfer des Italien-Erdbebens

+
Die Stadt Amatrice wurde bei dem Erdbeben nahezu komplett zerstört.

Rom - Eine Zeichnung der französischen Satire-Zeitschrift „Charlie Hebdo“ über das Erdbeben in Italien hat Empörung und Wut ausgelöst.

Italienischen Medienberichten zufolge hatte die Zeitschrift in ihrer neuesten Ausgabe eine Zeichnung von blutigen und teils verschütteten Opfern des Erdbebens veröffentlicht und diese mit Namen von Nudelgerichten wie Penne mit Tomatensoße oder Lasagne überschrieben. Der Titel der Karikatur lautete „Erdbeben auf italienische Art“. 

„Wie zum Teufel kann man eine Karikatur über die Toten machen?“, sagte der Bürgermeister der besonders betroffenen Stadt Amatrice, Sergio Pirozzi, der Nachrichtenagentur Ansa zufolge. Er bezeichnete die Karikatur als „ekelhaft und peinlich“. Tausende Italiener machten ihrem Ärger mit wütenden Kommentaren auf der Facebook-Seite des Magazins Luft.

Bei dem verheerenden Erdbeben waren fast 300 Menschen gestorben und hunderte verletzt worden. Am 7. Januar 2015 hatten zwei Islamisten die Räume der Redaktion des Satire-Blattes in Paris überfallen und zwölf Mitarbeiter der Zeitung getötet.

Italien gedenkt bei einer Trauerfeier der Opfer des Erdbebens

dpa

Geologin: Italien hat aus früheren Beben nicht gelernt

Schlagworte zu diesem Artikel

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.