Seit zwei Jahren verschwunden

MH370: Angehörige reichen hohe Entschädigungsklage ein

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Am 8. März wird Flug MH370 schon zwei Jahre vermisst.

Peking - Angehörige chinesischer Passagiere an Bord des vor zwei Jahren verschollenen Fluges MH370 der Malaysia Airlines haben vor einem Gericht in Peking eine hohe Entschädigungsklage eingereicht.

Einen Tag vor Ablauf der Frist am zweiten Jahrestag der mysteriösen Tragödie verklagten die Verwandten von zwölf Opfern am Montag sowohl die Fluggesellschaft als auch die Flugzeug- und Triebwerkshersteller Boeing und Rolls Royce sowie den deutschen Versicherer Allianz.

„Wir hoffen, dass Ermittlungen eingeleitet werden und sie alle Verantwortung übernehmen“, sagte Zhang Na, die Frau des Passagiers Hou Bo, der Deutschen Presse-Agentur. Die Höhe der geforderten Entschädigung sei allerdings nicht von den Angehörigen, sondern vom Anwalt festgelegt worden. Die Forderungen reichen von mehr als 10 bis 70 Millionen Yuan, umgerechnet 1,4 bis 9,8 Millionen Euro pro Passagier, wie der Anwalt Zhang Qihuai von der Kanzlei Lanpeng der dpa sagte.

Kurz vor Ablauf der Frist

In der Klage werden nach seinen Worten unter anderem Aufklärung über den Flug, den Verbleib der Maschine und der Passagiere, die Unglücksursache sowie Entschädigung für die „schlechte Suche in der Anfangsphase“, den Verlust der Angehörigen, emotionalen Stress sowie für Gerichts- und Anwaltskosten gefordert.

Viele Familien glauben gleichwohl, dass ihre Angehörigen noch leben und waren zögerlich, ob sie trotzdem die Entschädigungsklage einreichen sollten. Es war aber die letzte Chance vor Ablauf der international geltenden Frist. Von den 239 Passagieren an Bord waren 153 chinesische Staatsbürger.

Zum zweiten Mal binnen weniger Tage könnte außerdem ein Wrackteil des verschollenen Flugs MH370 entdeckt worden sein. Ein Bewohner der Insel La Reunion meldet sich bei der Polizei.

Flug MH370: Angehörige können sich nicht abfinden

dpa

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