"Jyllands-Posten"

Dänische Zeitung verschärft Sicherheitsmaßnahmen

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Bei dem Anschlag in Paris wurden 12 Menschen getötet. Die dänische Zeitung "Jyllands Posten" verschärfte ihre Sicherheitsvorkehrungen.

Kopenhagen/Madrid - Nach dem blutigen Anschlag auf die französische Satire-Zeitung "Charlie Hebdo" sind auch bei der für ihre Mohammed-Karikaturen bekannten dänischen Zeitung "Jyllands-Posten" die Sicherheitsvorkehrungen verschärft worden. In Madrid gab es einen Bombenalarm in der Redaktion von "El Pais".

"Die Überwachung und das Sicherheitsniveau in und um unsere Büros in Kopenhagen und Viby wurden erhöht", hieß es am Mittwoch in einer internen Mitteilung, die von der Zeitung "Berlingske" veröffentlicht wurde. "Wir verfolgen die Situation um den Anschlag auf 'Charlie Hebdo' sehr genau", teilte die Geschäftsführung mit. Eine Sprecherin des Blatts wollte auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP keine weiteren Angaben machen.

"Jyllands-Posten" hatte im September 2005 mit dem Abdruck mehrerer Mohammed-Karikaturen weltweit für Aufsehen gesorgt. In mehreren muslimischen Ländern kam es deshalb zu gewaltsamen Protesten. "Charlie Hebdo" hatte die Karikaturen einige Monate später ebenfalls abgedruckt.

Der dänische Zeichner Kurt Westergaard, der hinter den umstrittensten Karikaturen stand, war im Jahr 2010 einem Anschlagsversuch auf sein Haus entgangen. Im dänischen Radiosender DR zeigte er sich am Mittwoch schockiert über den "fürchterlichen und abscheulichen" Anschlag in Paris. Westergaard erinnerte daran, dass er selbst unter Polizeischutz stehe. Dies ermögliche ihm, "ruhig und mit vollem Vertrauen" zu leben.

Nach dem Anschlag in Paris wurde für den Großraum die höchste Terrorwarnstufe ausgerufen. In Dänemark bleibt die Alarmstufe vorerst unverändert. Nach Angaben des dänischen Geheimdienstes PET "rechtfertigt die Situation momentan keine Anpassung" der Warnstufe, die ohnehin hoch sei.

Bombenalarm in Zeitungsredaktion in Madrid

Schock auch in der Zeitungsredaktion von "El Pais" in Madrid. Die redaktionsräume mussten am Mittwochnachmittag wegen Bombemalarms aufgrund eines verdächtigen Pakets evakuiert werden. Es handelte sich allerdings um einen falschen Alarm. Das Gebäude sei geräumt worden, nachdem ein verdächtiges Paket am Eingang entdeckt worden war, berichteten Zeitungsmitarbeiter am Mittwoch.

Die Polizei habe das Paket untersucht und nach rund einer Stunde Entwarnung gegeben, teilte das Blatt auf Twitter mit. Das Paket war den Angaben zufolge von einem Unbekannten am Eingang des Gebäudes zurückgelassen worden. Der Mann sei dann wortlos in einem Taxi davongefahren, hieß es. Über den Inhalt des Pakets wurde vorerst nichts bekannt.

AFP/dpa

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