Die Wikinger – wilde Krieger und mutige Seefahrer

Noch heute gelten die Wikinger als ein Volk wilder und unbarmherziger Krieger.
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Die Figuren aus dem späten 12. Jahrhundert zeigen Krieger, die in ihre Schilde beißen.

Jahrhundertelang verbreiteten die Wikinger Angst und Schrecken unter Seeleuten. Ihre Grausamkeit war gefürchtet – doch sie waren auch geschickte Handwerker und bauten wendige Schiffe. Der Hirmer-Katalog zur Wikinger-Ausstellung in Berlin präsentiert neue Fundstücke.

Mehr als ein Boot

Es war eine wissenschaftliche Sensation: 1997 bargen Forscher in Dänemark das größte Wikinger-Schiff, das je entdeckt wurde. 37 Meter misst die „Roskilde 6“ von der Spitze bis zum Heck – ein Zeugnis der bemerkenswerten Fertigkeiten der Wikinger im Schiffsbau und bei der Seefahrt.

Mit Schiffen wie der „Roskilde 6“ dominierten die Wikinger große Teile der Nord- und Ostsee. Die berüchtigten Krieger erschlossen immer wieder neue Regionen und errichteten Siedlungen vom heutigen Russland über Grönland bis nach Nordamerika.

Doch für die Wikinger waren Schiffe weit mehr als einfache Transportmittel. Auch im Alltag spielten sie eine wichtige Rolle – von der Kunst über die Architektur bis hin zur symbolischen Bedeutung im Lebenszyklus. Manche Schiffe wurden sogar als Grab verwendet: Einige reiche Wikinger ließen sich mitsamt ihren Wagen, Pferden, Schlitten und mit kostbaren Beigaben in einem Schiff bestatten.

Spektakuläre Ausstellung über die Wikinger

Eine internationale Ausstellung macht jetzt erstmals die „Roskilde 6“ der Öffentlichkeit zugänglich. Forscher aus drei Nationen haben das imposante Schiff mit bereits bekannten Funden der Wikinger-Zeit – zum Beispiel anderen Schiffen oder Runensteinen – in Zusammenhang gebracht. Die Schau und der Ausstellungs-Katalog des Hirmer Verlags geben Einblicke in das Leben der Wikinger und zeichnen „das lebendige Bild einer fernen Zeit“. So bezeichnet es Bundespräsident Joachim Gauck in seinem Vorwort zum Katalog.

Macht, Krieg und Glaube der Wikinger

Der Katalog „Die Wikinger“ stellt ebenso wie die Ausstellung die „Roskilde 6“ in den Mittelpunkt. Großformatige Farbfotos und detaillierte Rekonstruktionszeichnungen zeigen Einzelheiten des Fundes, der Ausgrabung und der Konservierung des wertvollen Schiffs. Davon ausgehend beleuchten spannende Texte die Lebensumstände der Wikinger: Es geht um ihre Herrschaftsmechanismen und um ihre Kriegsführung – aber auch um ihren Austausch mit anderen Kulturen, der durch ihre außergewöhnliche Mobilität auf dem Meer möglich war.

In ihrem Glauben an übernatürliche Kräfte pflegten die Wikinger auch ihre eigenen Rituale. Durch Zauber und Magie versuchten sie, die höheren Mächte zu beeinflussen.

Mit einem Geleitwort der Königin

Königin Margarethe von Dänemark hat dem Katalog ein Geleitwort vorangestellt. Auch sie ist fasziniert von den Wikingern und der imposanten „Roskilde 6“: „Welche Meere der fünf Meter hohe Bug durchpflügte und zu welchen Ufern der ‚Meerbezwinger‘ in Krieg und Frieden segelte, ist uns unbekannt. Die Antwort kennt nur der Wind, der vor tausend Jahren seine gewaltigen Segel blähte.“

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