Ein Jahr nach Anschlag

Doppeltes Polizeiaufgebot bei Boston-Marathon

Boston Marathon
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Chaos im Zieleinlauf beim Boston-Marathon im vergangenen Jahr nach der Bombenexplosion.

Boston - 3500 Polizisten - doppelt so viele wie im Vorjahr: Ein Jahr nach dem Anschlag auf den Marathon in Boston findet der Traditions-Lauf am Montag unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen statt.

Vor dem 118. Boston-Marathon am Ostermontag hat es laut dem Gouverneur des US-Bundesstaates Massachusetts keine spezifischen Drohungen gegen das Rennen gegeben. Gouverneur Deval Patrick sagte dem US-Sender CBS am Sonntag (Ortszeit), dies sei kein Grund dafür, ein Jahr nach den Bombenanschlägen im Ziel in der Wachsamkeit nachzulassen. „Wir sind sehr gut vorbereitet, und wir versichern den Menschen so gut wir können, dass dies ein spaßiger und sicherer Tag sein wird“, betonte Patrick. Es werde zwar erheblich mehr Präsenz von Sicherheitskräften geben, man wolle aber kein Rennen durch eine militarisierte Zone.

3500 Polizisten - doppelt so viele wie im Vorjahr - sowie 600 Nationalgardisten und 3500 Angehörige privater Sicherheitsdienste sollen das Sportereignis in der US-Ostküstenstadt absichern. Mit 35.660 Teilnehmern haben sich in diesem Jahr 9000 Läufer mehr angemeldet als im Vorjahr. Am 15. April 2013 waren bei einem Doppelanschlag drei Menschen getötet und 264 verletzt wurden. Zwei aus einer tschetschenischen Familie stammende Brüder hatten die Sprengsätze in der Nähe des Zieleinlaufs gezündet. Der eine Täter wurde auf der Flucht getötet, der andere festgenommen.

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Bei den Anschlägen vor einem Jahr waren drei Menschen ums Leben gekommen und 264 verletzt worden. Läufer, die sich noch auf der Strecke befanden, wurden daraufhin gestoppt und konnten ihr Rennen nicht beenden. Deswegen und auch wegen des großen Interesses vergaben die Veranstalter 9000 Startnummern mehr als üblich. Daher dürfen diesmal 36 000 Läuferinnen und Läufer am ältesten Stadtmarathon der Welt teilnehmen. Vor dem Start (15.32 Uhr MESZ Elite-Frauen/16.00 Uhr MESZ allgemeiner Start) im Vorort Hopkinton gibt es eine Schweigeminute für die Opfer des Vorjahres.

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dpa/AFP

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