20 Jahre Haft

Dorfchef ordnete Gruppenvergewaltigung an

Neu Delhi - In Indien sind 13 Männer verurteilt worden, weil sie auf Geheiß des Dorfvorstehers eine junge Frau vergewaltigt haben, die eine Beziehung zu einem Mann außerhalb des Stammes gehabt haben soll.

Der Stammeschef des Dorfes in Westbengalen hatte im Januar einen selbst ernannten Rat aus Gemeindemitgliedern auf dem Dorfplatz zusammengerufen. Der Grund: Die 20-Jährige sei mit einem muslimischen Freund gesehen worden. Die beiden wurden laut Polizei an einen Baum gebunden und zu einer Geldstrafe verurteilt. Als die Familie der jungen Frau jedoch erklärt habe, das Geld nicht zu besitzen, habe der Dorfchef die Vergewaltigung angeordnet.

Auch er ist unter den nun Verurteilten, die jeweils 20 Jahre in Haft müssen, berichtete der Sender NDTV am Samstag.

Das Urteil fiel für indische Verhältnisse außergewöhnlich schnell. Außerdem ist die Strafe vergleichsweise hart, was an den neuen Gesetzen liegt. Diese wurden nach einer Gruppenvergewaltigung einer Studentin in einem Bus in Neu Delhi verschärft.

dpa

Rubriklistenbild: © AFP (Symbolbild)

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