Weiterer Kranker kommt nach Leipzig

Ebola-Patient in Texas ist gestorben

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Das Krankenhaus Texas Health Presbyterian in Dallas teilte mit, dass der Ebola-Patient gestorben ist.

Dallas - Der aus Liberia stammende Ebola-Patient im US-Bundesstaat Texas ist tot. In Madrid liegen Kolleginnen der Pflegehelferin auf der Isoliertstation.

Nach der Ebola-Infektion einer Pflegehelferin in Madrid haben Politiker und Experten ein Ausbrechen der Seuche auch in Europa für äußerst unwahrscheinlich erklärt. „Wir werden diese Situation überwinden“, versprach Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy am Mittwoch. In Brüssel erklärte der Sprecher von EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg: „Die Ebola-Krise ist eine Krise, die sich in einigen afrikanischen Ländern abspielt.“ Es sei sehr unwahrscheinlich, dass so etwas in Europa passiere. In Deutschland wurde der dritte Ebola-Kranke aus Westafrika zur Behandlung erwartet. Er sollte am Donnerstag in Leipzig eintreffen.

Die Zahl der registrierten Ebola-Toten in Westafrika wächst unterdessen weiter. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) starben in Guinea, Liberia und Sierra Leone 3857 Menschen an der Seuche. Die Zahl der gemeldeten Infizierten in den drei Ländern stieg laut der jüngsten WHO-Statistik auf 8011. Guinea, Liberia und Sierra Leone sind am härtesten von der Epidemie betroffen.

Drei Kolleginnen der spanischen Pflegerin isoliert

In Spanien sind inzwischen auch drei Kolleginnen der infizierten Pflegehelferin auf die Isolierstation eines Madrider Krankenhauses eingewiesen worden. Sie hatten ebenfalls zu dem Team gehört, das zwei mit Ebola infizierte Geistliche behandelt hatte, und bekamen später leichtes Fieber. Eine Ebola-Infektion ist bei ihnen bislang aber nicht festgestellt worden. Um das Schicksal des Hundes der spanischen Pflegehelferin ist in Spanien ein Streit ausgebrochen. Tierschützer setzten sich für "Excalibur" ein, doch der Hund wurde eingeschläfert.

Ansteckung durch Fehlverhalten oder Pannen

Die Ebola-Risiken seien durch moderne Gesundheitssysteme beherrschbar, erklärte die Regionaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation für Europa, Zsuzsanna Jakab. Allerdings bestehe für medizinisches Personal die Gefahr einer Ansteckung durch Fehlverhalten oder Pannen. Deshalb müssten alle Sicherheitsvorschriften genauestens befolgt werden.

Spaniens Regierungschef: Haben weltbestes Gesundheitswesen

Spaniens Regierungschef Rajoy wies Kritik zurück: „Das spanische Gesundheitswesen ist eines der besten der Welt“, sagte er im Parlament. Da bislang aber ungeklärt ist, wie es zu der Übertragung in der Madrider Klinik kam, breitete sich unter dem Personal der Isolierstation Angst aus. Der Internist Germán Ramírez, der die infizierte Pflegerhelferin behandelt, äußerte die Vermutung, die Infektion könne sich beim Ausziehen des Schutzanzuges ereignet haben. Die Ebola-Kranke habe eingeräumt, sich dabei mit den Schutzhandschuhen ins Gesicht gefasst zu haben.

In Deutschland soll in Kürze eine weiterer Ebola-Patient aus Afrika behandelt werden. In Deutschland wird nach Hamburg und Frankfurt auch in Leipzig in Kürze ein Ebola-Patient behandelt.

Ebola-Kranker soll in Leipzig behandelt werden

Der UN-Mitarbeiter soll in das Leipziger Klinikum St. Georg gebracht werden. Er werde Donnerstag aus Liberia eingeflogen, sagte der Sprecher des sächsischen Sozialministeriums, Ralph Schreiber. Zuvor waren zwei Ebola-Erkrankte nach Deutschland gebracht worden. Ein Arzt aus Uganda liegt derzeit in Frankfurt am Main auf einer Isolierstation. Ein weiterer Erkrankter wurde gesund aus einer Hamburger Klinik entlassen.

Ein Ebola-Patient, der in Texas behandelt wurde, ist gestorben. Das Krankenhaus bestätigte am Mittwoch den Tod des 42-Jährigen. Der Patient hatte sich in Liberia mit Ebola infiziert, war aber erst nach seiner Einreise in die USA daran erkrankt. Der Mann war Dutzenden Menschen begegnet. Bei dem Fall handelte es sich um die erste Ebola-Diagnose außerhalb Afrikas seit Beginn der aktuellen Epidemie.

Strenge Ebola-Kontrollen an fünf großen US-Flughäfen

Die USA kündigten an, Flugreisende aus den vom Ebola-Virus betroffenen afrikanischen Ländern künftig an fünf großen Flughäfen auf mögliche Symptome untersuchen zu wollen.

Eine Ausbildung von deutschen freiwilligen Helfern für den Einsatz in den Ebola-Regionen Westafrikas soll kommende Woche beginnen, teilte das Verteidigungsministerium mit. Von mehreren Tausend Bewerbern seien etwa 500 angeschrieben worden, die das Anforderungsprofil erfüllten. Die deutschen Helferteams sollen alle vier Wochen ausgetauscht werden. Die Bundeswehr will ihre Hilfsmission in der westafrikanischen Ebola-Region Mitte November starten.

Gröhe: "Westafrika braucht unsere Hilfe"

Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) rief die Bevölkerung zu weiteren Geldspenden auf. Es bestehe noch immer großer Bedarf. Der Minister verwies auf die eigens eingerichteten Spendenkonten der großen Hilfsorganisationen: „Westafrika braucht unsere Hilfe bei der Schaffung weiterer Behandlungsmöglichkeiten für Patienten.“

In Sierra Leone spitzte sich die Lage durch einen Streik der zur Bestattung von Ebola-Toten eingesetzten Teams zu. Sie fordern eine bessere Bezahlung. Zahlreiche noch hochinfektiöse Leichen seien in Häusern sowie auf Straßen liegen gelassen worden, berichteten Augenzeugen.

Streit um Beerdigungen der Ebola-Toten

Zudem häufen sich Beschwerden, wonach die Totengräber-Teams von Familien Geld dafür verlangen, dass sie deren gestorbene Angehörige abtransportieren. Die Regierung wies in einer Erklärung darauf hin, dass die Bestattung von Ebola-Toten für die Familien grundsätzlich kostenlos sei.

Ein Vertreter des Gesundheitsministeriums erklärte später im staatlichen Rundfunk, der Streit sei beigelegt worden. Auch im benachbarten Liberia haben Bestattungsteams geklagt, ihre Vergütung sei zu gering.

USA schicken 100 Soldaten nach Liberia

Die USA schicken 100 Soldaten nach Liberia, um im Kampf gegen die Ebola-Epidemie zu helfen. Die Luft- und Bodentruppe der Marine sollte aus dem spanischen Moron noch am Mittwochabend in der senegalesischen Hauptstadt Dakar eintreffen und am Donnerstag in Liberia. Das kündigte Pentagonsprecher John Kirby an. Die Soldaten kommen mit vier senkrecht startenden Flugzeugen des Typs MV-22 Osprey und zwei Militärtransportern des Typs C-130 Hercules.

Alle Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Ebola lesen Sie in unserem Überblick.

dpa

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